Deutschland-Check - die monatliche Politikanalyse von INSM und WirtschaftsWoche

Was bringt die aktuelle Politik der Bundesregierung für unsere Volkswirtschaft sowie die Unternehmen und Arbeitnehmer? Regelmäßig analysieren Wissenschaftler des IW Köln im Auftrag von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche die aktuellen Entscheidungen im politischen Berlin. Zusätzlich finden Umfragen statt: Wie beurteilen Unternehmen, Arbeitnehmer und Fachleute die aktuelle Regierungspolitik? Wie stehen sie zu aktuellen politischen Debatten? Hier finden Sie den INSM-WiWo-Deutschland-Check im August 2013.

INSM-WiWo-Deutschland-Check aktuell:

Lesen Sie im aktuellen INSM-WiWo-Deutschland-Check auch mehr über:

Im Test: Entwurf der Bankenrettungsrichtlinie der Europäischen Union

Eine Bankenrettungsrichtlinie für die Europäische Union ist nach Auffassung der Wissenschaftler überfällig. Denn viele Banken seien international vernetzt. "Die Insolvenz einer Bank kann damit nicht nur negative Auswirkungen auf die nationale Wirtschaft haben, sondern je nach Größe der Bank auch europa- oder weltweite Auswirkungen." Insofern sei es einerseits sinnvoll, dass sich die Mitgliedstaaten über die Abwicklungsregeln von international systemrelevanten Banken abstimmen. Der Richtlinienvorschlag sehe allerdings zu viele Ausnahmen vor. Deshalb gab es unterm Strich nur drei Punkte. 

INSM-WiWo-Deutschland-Check: 3 von 5 möglichen Punkten.

Im Test: Bundeshaushalt 2014

Volle Punktzahl erreicht der Entwurf des Bundeshaushalts 2014. Die Bundesregierung hält zur Freude der Wissenschaftler "an ihrem Konsolidierungskurs fest und kann bereits im kommenden Jahr einen strukturellen Überschuss erzielen, wenn die Haushaltsplanung entsprechend umgesetzt wird".

INSM-WiWo-Deutschland-Check: 5 von 5 möglichen Punkten.

Im Test: Finanzierung der Flutopferhilfe

"Für die durch die Flut geschädigten Unternehmer und Privathaushalte ist schnelle Hilfe und die Zusage finanzieller Unterstützung ein wichtiger Beitrag zum Wiederaufbau. Deshalb ist es gut, dass Bund und Länder die Mittel bereitstellen." Das ist für die Wissenschaftler eine wichtige positive Seite der Flutopferhilfe. Sie bemängeln jedoch, dass dieses Vorgehen den im Rahmen der Schuldenbremse vorgesehenen Regeln nicht entspreche.

INSM-WiWo-Deutschland-Check: 3 von 5 möglichen Punkten.

Im Test: Entwurf eines Mindestlohngesetzes (Gesetzesantrag des Bundesrats)

Null Punkte gab es für das Mindestlohngesetz, dessen Entwurf aus dem Bundesrat kommt. Ein Grund: negative internationale Erfahrungen: "Unter den 20 methodisch am meisten fundierten Studien zum Mindestlohn finden 16 negative Beschäftigungseffekte."

INSM-WiWo-Deutschland-Check: 0 von 5 möglichen Punkten.

Unternehmens-Umfrage zur Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland

Drei Mal im Jahr befragt die IW Consult, ein Tochterunternehmen des IW Köln, im Auftrag von WirtschaftsWoche und INSM Entscheider in Unternehmen zu aktuellen wirtschaftlichen und politischen Vorgängen sowie zu grundlegenden Meinungsbildern. Im Zentrum der aktuellen Umfrage stehen Fragen zur Rekrutierung ausländischer Fachkräfte.

Wichtige Trends:

  • Innerhalb der letzten zwei Jahre hat bereits jedes sechstes Unternehmen Fachkräfte aus dem Ausland gesucht oder eingestellt (16,6 Prozent).
  • Knapp jedes zweite Unternehmen (46,0 Prozent) glaubt an eine zunehmende Bedeutung der Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland für das eigene Unternehmen in den nächsten drei bis fünf Jahren.
  • Jedes dritte Unternehmen erwägt, innerhalb der nächsten zwei Jahre Fachkräfte aus dem Ausland einzustellen. 

  • Die Mehrheit der Unternehmen sieht große Potenziale bei der Einstellung von Fachkräften aus dem Ausland.

  • Die Mehrheit der Unternehmen sieht zwar große Potenziale bei der Einstellung von Fachkräften aus dem Ausland, aber auch potenzielle Schwierigkeiten - zuallererst Sprachbarrieren.
Lesen Sie hier mehr über die aktuelle Unternehmens-Umfrage im Rahmen des INSM-WiWo-Deutschland-Checks oder klicken Sie in die Grafik, um mehr zu erfahren.

INSM-WIWo-Deutschland-Check: Unternehmensumfrage

Der Arbeitsmarkt- und der Wachstumsindex des IW Köln im August 2013

Beide Indices zeigen anhand von Punktwerten, wie sich die volkswirtschaftliche Lage seit September 2005 entwickelt hat. Dieses Datum markiert den Regierungswechsel zum ersten Kabinett Merkel. Die Punktwerte dienen als Datengrundlage für zwei Konjunkturkurven, mit denen sich die aktuelle Entwicklung auf einen Blick einordnen lässt.

INSM-WiWo-Deutschland-Check: Wachstums- und Arbeitsmarkt-IndexAktueller Befund im August 2013: "Wachstum nach der Sommerpause." Die deutsche Wirtschaft hat sich vom schwachen Start zum Jahresanfang erholt und bereits im zweiten Quartal wieder Fahrt aufgenommen. Für das zweite Halbjahr wird eine Fortsetzung des Wachstumstrends erwartet. Die wetterbedingten Ausfälle in der Bauwirtschaft und der Industrie werden allmählich aufgeholt. Zwar haben die harten Konjunkturindikatoren in den letzten Monaten nachgegeben, sie zeigen aber nun wieder aufwärts. Lesen Sie hier mehr über diesen von Wissenschaftlern des IW Köln erstellten Index oder klicken Sie in das Vorschaubild der Grafik, um mehr zu erfahren.
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