Deutschland-Check - die monatliche Politikanalyse von INSM und WirtschaftsWoche - März 2011
Was bringt die aktuelle Politik der Bundesregierung für unsere Volkswirtschaft sowie die Unternehmen und Arbeitnehmer? Monatlich analysieren Wissenschaftler des IW Köln im Auftrag von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche die aktuellen Entscheidungen im politischen Berlin. Zusätzlich finden Umfragen statt: Wie beurteilen Unternehmen, Arbeitnehmer und Fachleute die aktuelle Regierungspolitik? Wie stehen Sie zu aktuellen politischen Debatten? Hier finden Sie den INSM-WiWo-Deutschland-Check im März 2011.
INSM-WiWo-Deutschland-Check aktuell:
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Im Test: der Gesetzentwurf zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf (Familienpflegezeit)
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Im Test: gesetzliche Branchen-Mindestlöhne in der Arbeitnehmerüberlassung
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eine Umfrage: Wie Arbeitnehmer den Fachkräftemangel in Unternehmen einschätzen.
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den Arbeitsmarkt- und Wachstumsindex des IW Köln im März 2011.
Im Test: die geplante Novellierung des Insolvenzrechts
Die geplanten Änderungen sind prinzipiell positiv zu werten, da sie die wirtschaftlichen Verluste durch Unternehmensinsolvenzen eindämmen könnten. Insbesondere bei größeren Unternehmen wird die Fortführung erleichtert. Vier von fünf möglichen Bewertungspunkten vergaben die Ökonomen für dieses Gesetzesvorhaben.

Im Test: der Gesetzentwurf zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf (Familienpflegezeit)
Angesichts des wachsenden Pflegebedarfs und der daraus resultierenden Nachfrage nach Pflegepersonen sowie der steigenden Ausgaben in der gesetzlichen Pflegeversicherung sei es "grundsätzlich richtig, Anreize für die Pflege innerhalb der Familie zu stärken", meinen die Wissenschaftler. Sie kritisieren unter anderem aber, dass „kritische Fälle wie eine Privatinsolvenz oder ein fehlender Versicherungsschutz gegen Ausfallrisiken aufgrund säumiger Prämienzahlungen durch den Arbeitnehmer nicht geregelt werden“. Unterm Strich gab es drei von fünf möglichen Punkten. 
Mehr über die Gründe für diese Bewertung.
Im Test: gesetzliche Branchen-Mindestlöhne in der Arbeitnehmerüberlassung
„Mindestlöhne sind grundsätzlich ein ordnungspolitisch bedenkliches Instrument, weil sie den Außenseiterwettbewerb beschränken“, meinen die IW-Ökonomen. Positiv sei jedoch, „dass die Branchen-Mindestlöhne relativ moderat angesetzt wurden“. Drei von fünf möglichen Punkten.

Erfahren Sie hier, die Wissenschaftler ihre Bewertung begründen.
Im Test: die Hartz IV-Neuregelung
„Die Ermittlung der Regelsätze trägt in der neuen Fassung der Forderung des Bundesverfassungsgerichtes nach Methodentransparenz Rechnung“, so IW-Analyse. Für problematisch hält das Institut allerdings die Umsetzung des Bildungspaketes und vergab insgesamt 3 von 5 möglichen Bewertungspunkten.

Hier geht es zur ausführlichen Analyse.
Umfrage: wie Arbeitnehmer den Fachkräftemangel bewerten
Vier Mal im Jahr befragen Wissenschaftler der IW Consult für den INSM-WiWo-Deutschland-Check Arbeitnehmer zu aktuellen Themen. Das aktuelle repräsentative Arbeitnehmer-Votum mit 1000 Befragten ergab unter anderem folgendes Meinungsbild:
Trends aus der Befragung:
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Drei Viertel der Arbeitnehmerschaft hat bereits realisiert, dass qualifiziertes Personal in Deutschland knapp ist beziehungsweise wird.
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Sehr gemischt ist das Bild bei der Entwicklung der Wertschätzung gegenüber älteren Beschäftigten, deren Potenziale künftig stärker genutzt werden sollen.
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Nur ein Fünftel der befragten Arbeitnehmer schätzt die Attraktivität Ihres Arbeitgeber zur Gewinnung neuer Fachkräfte bislang als hoch ein.
Der Arbeitsmarkt- und der Wachstumsindex des IW Köln im März 2011
Beide Indices zeigen anhand von Punktwerten, wie sich die volkswirtschaftliche Lage seit September 2005 entwickelt hat. Dieses Datum markiert den Regierungswechsel zum ersten Kabinett Merkel. Die Punktwerte dienen als Datengrundlage für zwei Konjunkturkurven, mit denen sich die aktuelle Entwicklung auf einen Blick einordnen lässt. Aktueller Befund im März 2011: Der gelungene Start ins Jahr 2011 hat sich im Februar erfreulicherweise fortgesetzt. Der Zeitpunkt, an dem die Erholung abgeschlossen und der Aufschwung einsetzt, ist somit nicht mehr allzu fern.
Lesen Sie hier mehr über diesen von Wissenschaftlern des IW Köln erstellten Index oder klicken Sie in das Vorschaubild der Grafik, um mehr zu erfahren.
