Deutschland-Check - die monatliche Politikanalyse von INSM und WirtschaftsWoche – Juni 2010
Was bringt die aktuelle Politik der Bundesregierung für unsere Volkswirtschaft sowie die Unternehmen und Arbeitnehmer? Monatlich analysieren Wissenschaftler des IW Köln im Auftrag von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche die aktuellen Entscheidungen im politischen Berlin. Zusätzlich finden Umfragen statt: Wie beurteilen Unternehmen, Arbeitnehmer und Fachleute die aktuelle Regierungspolitik? Wie stehen Sie zu aktuellen politischen Debatten? Hier finden Sie den aktuellen INSM-WiWo-Deutschland-Check im Juni 2010.
INSM-WiWo-Deutschland-Check aktuell:
Im Test: Das Sparpaket der Bundesregierung
In vier Jahren will der Bund 81,6 Milliarden Euro einsparen. Die Schwerpunkte des entsprechenden Sparpaketes sind richtig gesetzt, meinen die mit dem INSM-WiWo-Deutschland-Check beauftragten Wissenschaftler. Sie kritisieren aber, dass das Paket in vielem nur Absichtserklärungen enthält. Unterm Strich erhält das Sparpaket drei Punkte.
Im Test: Der Gesetzentwurf zum Verbot ungedeckter Leerverkäufe
"Das Verbot von Leerverkäufen verringert die Liquidität am Marktund macht ihn auf diese Weise sogar anfälliger für starke Preisschwankungen." Das ist ein wesentlicher Kritikpunkt der IW-Volkswirte an dem entsprechenden Regierungsentwurf. Unterm Strich erhält die Vorlage nur zwei von fünf möglichen Bewertungspunkten.
Im Test: das Gesetz zum Europäischen Stabilitätsmechanismus
Dieses bereits durchgewunkene Gesetz bewerten die IW-Ökonomen mit drei von fünf möglichen Punkten. Positiv sei, dass dadurch "systemischen Risiken" auf den Finanzmärkten als Resultat einer Staats-Pleite begegnet wird. Negativ sehen die Wissenschaftler unter anderem, dass Besitzer von entsprechenden Staatsanleihen nicht für Ausfälle mithaften sollen.
Lesen sie hier mehr über dieses Gesetz.
Die aktuelle Arbeitnehmer-Umfrage: Haben Sie Angst vor Inflation sowie um Ihr Erspartes?
Vier Mal befragt der INSM-WiWo-Deutschland-Check Arbeitnehmer nach ihrer Meinung zu politischen Entwicklungen. Im Zentrum der aktuellen Umfrage, an der sich 1000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beteiligten, standen Befürchtungen rund um die Euro-Krise. Abgefragt wurden auch Meinungen zu den geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung.
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Jeder zweite Arbeitnehmer hat demnach derzeit Inflationsangst.
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Knapp zwei Drittel fürchten um die eigenen Ersparnisse.
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Eine deutliche Mehrheit setzt sich für die Kürzung von Ausgaben zum Abbau von Staatsschulden ein und ist dafür auch bereit, selbst Einbußen hinzunehmen.
Der Arbeitsmarkt- und Wachstumsindex des IW Köln im Juni 2010
Beide Indices zeigen anhand von Punktwerten, wie sich die volkswirtschaftliche Lage seit September 2005 entwickelt hat. Dieses Datum markiert den Regierungswechsel zum ersten Kabinett Merkel. Die Punktwerte dienen als Datengrundlage für zwei Konjunkturkurven, mit denen sich die aktuelle Entwicklung auf einen Blick einordnen lässt. Aktueller Befund im Juni 2010: Im Trend, so die Wissenschaftler, geht es wirtschaftlich in Deutschland weiter aufwärts!
Lesen Sie hier mehr über diesen von Wissenschaftlern des IW Köln erstellten Index oder klicken Sie in das Vorschaubild der Grafik, um mehr zu erfahren.
- Informieren Sie sich über die Debatte, die um die im Juni analysierten Gesetze und politischen Entscheidungen geführt wurde.

