Methodik des INSM-WiWo-Deutschland-Checks
Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sowie der IW Consult (Umfragen) erstellen diese Studie monatlich im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche.
Die Studie enthält drei Elemente:
1. einen Arbeitsmarkt- und Wachstumsindex des IW Köln
2. die IW-Politikanalyse, die volkswirtschaftlich relevante Gesetze und Entscheidungen der Bundesregierung bewertet. Die Bewertung erfolgt auf einer Skala von theoretisch 0 bis zu maximal fünf Bewertungspunkten - das bestmögliche Ergebnis.
3. Umfragen.
Erläuterungen zu
1. Arbeitsmarkt- und Wachstums-Indices des IW Köln
Der Arbeitsmarktindex setzt sich zusammen aus der Zahl der Arbeitslosen und der Zahl der offenen Stellen. Die Messung beginnt rückwirkend im September 2005, dem Monat der vorletzten Bundestagswahl, die den Wechsel vom Rot-Grün zur Großen Koalition brachte. Die Lage zu diesem Zeitpunkt wurde durch die Wissenschaftler auf einen Index-Wert von 100 Punkten normiert.
Die zwei Subindikatoren werden zu einem Gesamtindikator „Arbeitsmarkt“ verdichtet, wobei der Index so konstruiert ist, dass ein ansteigender Wert eine Verbesserung der Arbeitsmarktsperformance anzeigt.
Der Wachstums-Index ist grundsätzlich nach demselben Muster konstruiert. Er setzt sich zusammen aus dem Subindikatoren
Produktion im verarbeitenden Gewerbe (saison- und kalenderbereinigt)
Lageeinschätzung aus dem Ifo-Geschäftsklimaindex
DAX-Performance-Index (Finanzmarktentwicklung)
Ergänzend wird in einer zweiten Grafik der aktuelle Stand der fünf Einzelindikatoren dokumentiert, wobei das 1. Vierteljahr 2008 = 100 gesetzt wird. Auf diese Weise wird auf einen Blick deutlich, wie sich die Lage der Volkswirtschaft seit der Zeit vor dem Einsetzen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise entwickelt hat. So ist mit einem Blick zu erkennen, wie weit der Indikator noch von seinem Vor-Krisen-Niveau entfernt ist. Ein Wert >100 bei der Arbeitslosigkeit bedeutet in diesem Fall, dass die Zahl der Arbeitslosen höher ist als zu Beginn der Messung im ersten Quartal 2008.
2. Politikanalyse des IW Köln
Hier erfolgt die Bewertung der im laufenden Monat auf den Weg gebrachten politischen Maßnahmen. Einbezogen werden grundsätzlich dieselben Politikfelder wie bislang in der IW-Politik-Check Deutschland 2005-2009:
Arbeitsmarktpolitik
Steuer- und Finanzpolitik
Sozialpolitik
Governance
Im Unterschied zu dieser Dauerstudie, die von 2005 bis 2009 die Politik der Großen Koalition begleitete, erscheint der neue Deutschland-Check im Auftrag von INSM und WirtschaftsWoche monatlich. Anders als bei der Vorgängerstudie wird dabei auch kein Index fortgeschrieben. Vielmehr werden monatlich alle volkswirtschaftlich relevanten Gesetze und Entscheidungen der Bundesregierung auf einer 5-Punkte-Skala bewertet. Der Verzicht auf einen fortlaufenden Bewertungs-Index erlaubt es zudem, dass wechselnde Politikfelder betrachtet werden können: zum Beispiel auch Energiepolitik, Umweltpolitik oder Infrastrukturpolitik.
3. Umfragen
Jeweils vierteljährlich werden Unternehmen, die Bevölkerung und Professoren nach Ihrer Meinung zu den jeweils untersuchten Gesetzen und Entscheidungen im politischen Berlin befragt. Die Umfragen sind so getaktet, dass jeden Monat zwischen Unternehmen, Bevölkerung und Professoren gewechselt wird. Die Befragungen und deren Auswertung führt die IW Consult GmbH durch.
