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Presseinformation zum 7. INSM-WiWo-Deutschland-Check August 2010
Umfrage: Wirtschaft rechnet mit steigenden Kosten für Krankenversicherung
Berlin (ots) - Die deutsche Wirtschaft hat kein Vertrauen in die Gesundheitsreform. Die Unternehmen glauben mehrheitlich nicht daran, dass die geplante Festsetzung des Arbeitgeberanteils in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) langfristig Bestand haben wird. Das ergab eine repräsentative Umfrage der IW Consult (Köln) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Zeitschrift WirtschaftsWoche.Eine große Mehrheit von rund 80 Prozent der 750 befragten Unternehmen rechnet damit, dass die geplante Festschreibung des Arbeitgeberanteils auf 7,3 Prozent allenfalls bis zum Ende der Legislaturperiode gelten wird. Knapp die Hälfte (44 Prozent) der Unternehmen erwartet sogar, dass diese Regelung schon innerhalb eines Jahres keinen Bestand mehr haben kann.
Außerdem befürchtet die Mehrzahl der Unternehmen steigende Bürokratiekosten durch die Gesundheitsreform. Der Grund: Sowohl die Erhebung der geplanten Zusatzprämien der Versicherten als auch der geplante Sozialausgleich für Geringverdiener sollen im Rahmen der Lohnabrechnung durch den Arbeitgeber erfolgen. Rund 80 Prozent der befragten Unternehmen rechnen daher mit höheren, jedes fünfte Unternehmen sogar mit deutlich höheren Bürokratiekosten. Auf die konkrete Personalpolitik der Unternehmen haben die Reformpläne laut Umfrage kaum Einfluss. Dennoch gibt immerhin rund ein Viertel der Befragten an, die Gesundheitsreform werde sich negativ auf die Beschäftigung und die Einstellungspläne auswirken. Positive Effekte sieht dagegen kaum ein Unternehmen.
"Das Gesundheitssystem krankt nicht an mangelnden Einnahmen, sondern an seinen zu hohen Kosten. Das beste Heilmittel gegen immer weiter steigende Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist mehr Preiswettbewerb unter den Leistungsanbietern", sagt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr: "Die Umfrage zeigt, dass die deutsche Wirtschaft kein Vertrauen in eine stabile Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung hat, so lange die Kosten erkennbar weiter steigen."
An der Befragung nahmen 750 Unternehmen aus der Industrie sowie den industrienahen Dienstleistungen (Großhandel, Verkehr, Nachrichten, unternehmensnahe Dienstleistungen) teil.
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Presse-Dokument Endbericht zum INSM-WiWo-Deutschland-Check August 2010
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INSM-WiWo-Deutschland-Check August 2010: Pressemitteilung zum Download
Presseinformation zum 6. INSM-WiWo-Deutschland-Check Juli 2010
Ökonomen bezweifeln Machbarkeit des Sparpakets
10. Juli 2010, Berlin – Deutsche Ökonomieprofessoren haben sich in einer Umfrage dafür ausgesprochen, dass der Bundeshaushalt stärker durch Ausgabenkürzungen als durch eine Erhöhung der Einnahmen konsolidiert werden sollte. Zugleich zweifeln viele Wissenschaftler daran, dass das Sparpaket der Bundesregierung wie geplant umgesetzt werden kann.Im Ergebnis einer Befragung von 87 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Hochschulen im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche bewerten zwei Drittel der Ökonomen das Sparpaket als geeignet, um die Anforderungen der „Schuldenbremse“ zu erfüllen. Ein Drittel hält die beschlossenen Maßnahmen für eher ungeeignet. Insgesamt empfehlen die Wissenschaftler, dass Ausgabenkürzungen einen Beitrag von 69 Prozent und Einnahmeerhöhungen einen Beitrag von 31 Prozent zur Haushaltskonsolidierung leisten sollten. Das liegt nahe an der tatsächlich geplanten Balance des Sparpakets.
Die Mehrzahl der Wissenschaftler äußert jedoch Zweifel an der Umsetzbarkeit einzelner Sparmaßnahmen. So halten 68 Prozent der Ökonomen eine Finanzmarktabgabe für eher nicht realistisch, 51 Prozent zweifeln an der geplanten Effizienzverbesserung in der Arbeitsvermittlung. In den Bereichen Subventionsabbau und Beteiligung von Unternehmen an der Haushaltskonsolidierung schätzen die Experten die geplanten Maßnahmen wie Abschaffung von Energiesteuer-Vergünstigungen, Erhebung einer Brennelemente-Steuer oder Abführung der Bahn-Dividende an den Bund mehrheitlich als machbar ein. Auch die Begrenzung des Elterngeldes betrachtet eine große Mehrheit von 72 Prozent der befragten Ökonomen als eher unproblematisch.
Die überwiegende Mehrheit der Experten sieht Erweiterungsbedarf für das Sparpaket vor allem beim Abbau von Subventionen. Sechs von zehn Wirtschaftsprofessoren sprechen sich für den Abbau von Finanzhilfen und für eine weitgehende Streichung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes aus. Bei Steuererhöhungen halten sich Befürworter und ablehnende Stimmen die Waage, so in der Frage einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes oder einer Erhöhung der Erbschaftssteuer. Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer lehnen 45 Prozent der Ökonomen eindeutig ab, weitere 21 Prozent halten diese Idee für eher ungeeignet.
Das IW-Expertenvotum befragt vier Mal im Jahr Ökonomen als Experten zur aktuellen Politik. Angeschrieben werden hierfür 250 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten. Konzipiert wird die Kurzbefragung von der IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Diese Befragungsrunde konzentrierte sich mit vier Fragen auf die Bewertung des Sparpaketes der Bundesregierung. Die Experten wurden zwischen dem 18. Juni und 30. Juni 2010 online befragt. Teilgenommen haben an der Befragung insgesamt 87 Experten.
Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check Juli 2010.
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Presseinformation zum 5. INSM-WiWo-Deutschland-Check Juni 2010
Deutsche sind zum Sparen bereit
Die Arbeitnehmer in Deutschland befürworten einen Abbau der Staatsverschuldung mehrheitlich auch dann, wenn sie selbst auf staatliche Leistungen verzichten müssten.
12.06.2010, Berlin – Laut einer repräsentativen Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche sprechen sich vier Fünftel der Arbeitnehmer dafür aus, dass die Bundesregierung Ausgaben kürzen sollte, um die Staatsschulden abzubauen. 12 Prozent der Befragten lehnen Einsparungen ab.
Unter den Befürwortern des Sparkurses würden sechs von zehn Arbeitnehmern die Ausgabenkürzungen auch dann unterstützen, wenn sie selbst dadurch auf staatliche Leistungen verzichten müssten. Gut ein Viertel (27 Prozent) ist dagegen nicht bereit, im Zuge der Haushaltskonsolidierung auf staatliche Leistungen zu verzichten. 14 Prozent der Befragten wollen oder können dies nicht beurteilen. “Die Bürger wissen, dass hohe Staatsschulden unweigerlich die Steuer- und Beitragszahler belasten. Gesunde Finanzen geben dem Staat dagegen den nötigen Freiraum zur Entlastung der Erwerbstätigen. Sie siend außerdem der Garant für eine stabile Währung und niedrige Inflation“, sagt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.
Die Angst vor Inflation und dem Verlust von Ersparnissen durch Geldentwertung ist unter deutschen Arbeitnehmern weit verbreitet. Demnach hat jeder zweite Arbeitnehmer derzeit Inflationsangst. Etwa jeder zehnte Befragte gibt sogar an, „außerordentlich“ Angst vor Inflation zu haben. Demgegenüber haben gut zwei Fünftel der Arbeitnehmer weniger und 7 Prozent gar keine Angst vor Geldentwertung. Noch detlicher als die aktuelle Inflationsangst zeigt sich die Befürchtung der Arbeitnehmer, dass ihre Ersparnisse in Zukunft weniger Wert sein könnten. Insgesamt sorgen sich knapp zwei Drittel der Arbeitnehmerschaft um eine zukünftige Entwertung ihrer Ersparnisse. Knapp ein Viertel der Arbeitnehmer gibt hingegen an, eher keinen Wertverlust zu befürchten. Nur wenige Arbeitnehmer (6 Prozent) sorgen sich gar nicht, dass ihre Ersparnisse in Zukunft durch Inflation weniger wert sein könnten.
Im Rahmen des IW-Arbeitnehmervotums wurden 1.000 Arbeitnehmerdurch die IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, zwischen dem 25. Mai und 01. Juni 2010 online befragt. Die Stichprobe der Arbeitnehmer zwischen 16 und 65 Jahren ist repräsentativ für Deutschland nach Schulbildung, Geschlecht und Altersgruppen geschichtet. Nicht berücksichtigt wurden Arbeitnehmer ohne Schulbildung.
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Presseinformation zum 4. INSM-WiWo-Deutschland-Check Mai 2010
Keine Staatskohle für Vulkanasche
Wirtschaft lehnt Schadenersatz für Flugverbote ab
15.05.2010, Berlin – Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull kehrt zurück und führt erneut zu Behinderungen des Luftverkehrs über Europa. Von den Flugverboten nach dem Vulkanausbruch im April war etwa die Hälfte der Unternehmen in Deutschland betroffen, wie eine Umfrage der IW Consult GmbH im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche ergab. Trotzdem hält kaum ein Unternehmen staatlichen Schadenersatz für die wirtschaftlichen Folgen der Luftraumsperrung für sinnvoll.
Lediglich 3 Prozent der befragten Unternehmen sprechen sich dafür aus, dass der Staat im Fall einer erneuten „Vulkankrise“ Schadenersatz leisten sollte. Auch eine Pflichtversicherung für Naturgefahren hält nur eine Minderheit von 10 Prozent der Betriebe für sinnvoll. Dagegen spricht sich mehr als jedes zweite Unternehmen für eine Lockerung von Nachtflugverboten und Wochenendfahrverbote für LKW in einer solchen Situation aus. „Den Unternehmen ist ein unbürokratisches Krisenmanagement wichtiger als eine finanzielle Subvention“, sagt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. „Damit liefert die Vulkanaschewolke ein gutes Beispiel dafür, wie der Staat die Wirtschaft im Bedarfsfall unterstützen kann, ohne Geld auszugeben. Auch das ist ein wichtiger Beitrag zur dringend nötigen Konsolidierung des Bundeshaushalts“, so Pellengahr weiter.
Bisher hat die Aschewolke nur wenig wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Große Unternehmen haben sie allerdings deutlich stärker zu spüren bekommen als kleinere Betriebe: Mehr als zwei Drittel der Betriebe mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz mussten deswegen Geschäftsreisen absagen, bei 40 Prozent dieser Unternehmen führte sie zum Ausfall von Konferenzen oder Messen, jeweils knapp ein Viertel der Großunternehmen musste Verzögerungen bei Zulieferungen oder Auslieferungen hinnehmen. Lediglich 17 Prozent von ihnen gaben an, dass der Vorfall keine Auswirkungen auf ihr Unternehmen hatte.
Ende April 2010 wurden 735 Unternehmen der Industrie und industrienahen Dienstleistungen durch die IW Consult GmbH befragt. Damit ist die Befragung bezogen auf die Anzahl der Unternehmen repräsentativ für einen Großteil der deutschen Wirtschaft.
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Presseinformation zum 3. INSM-WiWo-Deutschland-Check April 2010
Ökonomen befürworten Euro-Ausstiegsklausel für Schuldenstaaten
Breite Ablehnung für Europäischen Währungsfonds
17.04.2010, Köln / Düsseldorf. Deutschlands Ökonomen befürworten mehrheitlich eine Euro-Ausstiegsklausel für hoch verschuldete Mitgliedsstaaten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von 91 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. 70 der befragten Experten halten eine Ausstiegsklausel für Länder, die nachhaltig die Euro-Stabilitätskriterien verletzen, für sinnvoll, nur 17 sind dagegen.
Um die Stabilität des Euro langfristig zu gewährleisten, halten die Ökonomen vor allem konsequente Sanktionen bei einer Verletzung der Maastricht-Kriterien für das geeignete Mittel. 75 Wirtschaftswissenschaftler stimmen dem zu, 16 halten dies nicht für sinnvoll. Für 63 Experten ist außerdem die Einhaltung der so genannten No-Bailout-Klausel, nach der ein Euro-Staat nicht für die Schulden anderer Teilnehmerländer aufkommen muss, ein geeignetes Mittel für eine stabile Gemeinschaftswährung. 47 der befragten Wirtschaftsprofessoren und damit eine knappe Mehrheit sprechen sich für eine stärkere Einbindung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei Stabilisierungsmaßnahmen in Defizit-Ländern aus.
Die Bildung eines Europäischen Währungsfonds lehnen die Ökonomen dagegen mit großer Mehrheit ab. Nur 25 der Lehrstuhlinhaber halten dies für eine geeignete Maßnahme, um die Stabilität des Euro langfristig zu sichern, 64 stimmen dem nicht zu. Noch weniger Zuspruch erhält die Idee einer Europäischen Wirtschaftsregierung, für die sich nur 10 Ökonomen aussprechen. Die übrigen 80 Experten halten ein solches Gremium für ungeeignet.
Im Rahmen des Deutschland-Check im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der WirtschaftsWoche haben 91 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten zwischen dem 18. und 31. März an der Befragung durch die IW Consult GmbH teilgenommen.
Hier finden Sie den ausführlichen Endbericht der von IW Köln und IW Consult im Auftrag von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM und WirtschaftsWoche durchgeführten Studie.
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Presseinformation zum 2. INSM-WiWo-Deutschland-Check März 2010
Umfrage: Sicherer Job ist wichtiger als Lohnerhöhung
Deutschland-Check: 10 % sind sogar zu Einkommensverlusten bereit
13.02.2010, Köln / Düsseldorf. Für eine Jobgarantie sind mehr als 50 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland zu finanziellen Opfern bereit. In einer repräsentativen Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche unter 1.000 Arbeitnehmern waren 32,3 Prozent bereit zu einer Nullrunde, wenn dadurch ihr Arbeitsplatz für die nächsten zwölf Monate gesichert werden kann. Weitere 14,2 Prozent würden kürzer zu arbeiten und dabei Lohneinbußen hinnehmen. 10,3 Prozent würden sogar Lohnkürzungen bei gleicher Arbeitszeit hinnehmen. Nur knapp ein Fünftel der Arbeitnehmer (18 Prozent) ist nicht bereit, für eine Beschäftigungsgarantie einen Verzicht zu leisten.
Laut Umfrage sind jüngere Arbeitnehmer eher als ältere Beschäftigte bereit, kürzer zu treten und etwa bis zu 10 Prozent Einkommenseinbußen bei gleicher Arbeitszeit für eine Jobgarantie hinzunehmen. Auch sind vergleichsweise gut gebildete Arbeitnehmer mit Abitur oder Fachhochschulreife am ehesten zu einem Verzicht auf mehr Einkommen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bereit.
„Die Arbeitnehmer sind momentan weniger an höheren Löhnen als vielmehr an sicheren Jobs interessiert“, sagt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. „Damit bestätigt die Umfrage, was die jüngsten Tarifabschlüsse in Deutschland ergeben haben. Es war richtig, dass die Tarifpartner der Beschäftigungssicherung oberste Priorität eingeräumt haben“, so Pellengahr.
Maßnahmen zur Stützung des Arbeitsmarktes stehen im März im Mittelpunkt der Dauerstudie „Deutschland-Check“, mit der INSM und WirtschaftsWoche monatlich die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung bewerten. Für den „Deutschland-Check“ hat das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln einen Index entwickelt, der die Entwicklung des Wirtschaftswachstums und das Arbeitsmarktes auf einen Blick abbildet.
Das aktuelle Update der Studie erscheint am Montag, 15. März 2010, in der neuen WIrtschaftsWoche.
Hier finden Sie den ausführlichen Endbericht der von IW Köln und IW Consult im Auftrag von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM und WirtschaftsWoche durchgeführten Studie.
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Presseinformation zum 1. INSM-WiWo-Deutschland-Check Februar 2010
Umfrage: Wachstumsgesetz nützt der Wirtschaft nicht
„Deutschland-Check“ bewertet die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung
13.02.2010, Köln / Düsseldorf. – Das „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ ist an der deutschen Wirtschaft bisher überwiegend wirkungslos vorbeigegangen. Wie eine Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ergab, sieht rund die Hälfte der Industrieunternehmen keine Impulse des zum 1. Januar 2010 in Kraft getretenen Gesetzes für ihr Geschäft.
Die Änderungen bei der Unternehmenssteuer wirken sich demnach lediglich bei 16 Prozent der 716 befragten Firmen spürbar positiv aus. Jedes zehnte Unternehmen kennt die in dem Gesetz enthaltenen Steuererleichterungen gar nicht, ergab die Umfrage, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt.
„Aus dem Gesetz zu Beschleunigung des Wirtschaftswachstum verdienen allein die Erleichterungen bei der Unternehmensbesteuerung überhaupt den Namen, sie machen aber weniger als 30 Prozent des Gesamtpakets aus“, sagt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. „Der überwiegende Teil des Entlastungspakets ist reine Sozialpolitik und hat mit Wachstumsimpulsen nichts zu tun“, so Pellengahr.
Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz steht im Mittelpunkt des ersten „Deutschland-Check“, mit dem Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche in Zukunft monatlich die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung bewerten.
Für den „Deutschland-Check“ hat das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln einen Index entwickelt, der die Entwicklung des Wirtschaftswachstums und das Arbeitsmarktes auf einen Blick abbildet. Außerdem nehmen die Wissenschaftler genau unter die Lupe, welche ökonomischen Auswirkungen die wichtigsten Gesetzesvorhaben der Bundesregierung haben. Aktuelle Umfragen zeigen, was Unternehmen, Experten und Bevölkerung davon halten. Der „Deutschland-Check“ wird monatlich in der WirtschaftsWoche veröffentlicht.
Internetnutzer können ihren eigenen „Deutschland-Check“ machen und selbst über die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung abstimmen. Alle Gesetze, Expertenurteile und Umfrageergebnisse sind unter www.deutschland-check.de online.
Hier finden Sie den ausführlichen Endbericht der von IW Köln und IW Consult im Auftrag von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM und WirtschaftsWoche durchgeführten Studie.
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