Deutschland-Check - die monatliche Politikanalyse von INSM und WirtschaftsWoche

Was bringt die aktuelle Politik der Bundesregierung für unsere Volkswirtschaft sowie die Unternehmen und Arbeitnehmer? Monatlich analysieren Wissenschaftler des IW Köln im Auftrag von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche die aktuellen Entscheidungen im politischen Berlin. Zusätzlich finden Umfragen statt: Wie beurteilen Unternehmen, Arbeitnehmer und Fachleute die aktuelle Regierungspolitik? Wie stehen Sie zu aktuellen politischen Debatten? Hier finden Sie den INSM-WiWo-Deutschland-Check im Juni 2011.

INSM-WiWo-Deutschland-Check aktuell:

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Im Test: der beschleunigte Atomausstieg

Im INSM-WiWo-Deutschland-Check erhält  der beschleunigte Atomausstieg nur einen von fünf möglichen Punkten. Problematisch erscheint den Wissssenschaftlern an diesem Vorhaben, dass hohe Kosten auf Wirtschaft und Verbraucher zukommen, "da auf teurere Stromquellen und Stromimporte zurückgegriffen werden muss". Die neue Energiepolitik sei im Unterschied zum Energiekonzept aus dem Herbst 2010 nicht durchgerechnet, was ihre Kostenfolgen angeht.  

INSM-WiWo-Deutschland-Check: 1 Punkt

Im Test: die EEG-Novelle

Ein wichtiger Kritikpunkt der Wissenschaftler am Regierungs-Konzept zur Marktintegration erneuerbarer Energien: Eine Rückkehr von Energieerzeugern in die EEG-Vergütung ist jederzeit möglich. Dies berge die Gefahr von Mitnahmeeffekten und schaffe keine Anreize für Investitionen für eine Direktvermarktung – zum Beispiel in Speichertechnologien. Die Wissenschaftler vergaben deshalb im INSM-WiWo-Deutschland-Check nur zwei von fünf möglichen Punkten.


INSM-WiWo-Deutschland-Check: 2 Punkte

Umfrage: Arbeitnehmer-Meinungen über die Zusatzbeiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung

Vier Mal befragt der INSM-WiWo-Deutschland-Check Arbeitnehmer zu aktuellen politischen Themen. Die in der zweiten Maihälfte durchgeführte Befragungsrunde, an der sich 1000  Arbeitnehmer beteiligten, bewegte sich um die Zusatzbeiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung.

INSM-WiWo-Deutschland-Check Juni 2011: ArbeitnehmervotumTrends aus der Befragung:

  • Nur eine Minderheit (13 Prozent) der Arbeitnehmerschaft hat bisher wegen Zusatzbeiträgen einen Kassenwechsel vorgenommen.

  • Bei durchschnittlich 19 Euro liegt die Obergrenze für eine monatliche Zusatzzahlung, die gesetzlich versicherte Arbeitnehmer akzeptieren würden, bevor sie ihre aktuelle Krankenkasse wechseln würden.

  • Immerhin mehr als ein Viertel der gesetzlich versicherten Angestellten hat bereits eine Garantie von ihrer Krankenkasse erhalten, dass in diesem Jahr auf jeden Fall keine außerordentlichen Zahlungen fällig werden.

Lesen Sie hier mehr über das Arbeitnehmer-Votum.

Der Arbeitsmarkt- und der Wachstumsindex des IW Köln im Juni 2011


Beide Indices zeigen anhand von Punktwerten, wie sich die volkswirtschaftliche Lage seit September 2005 entwickelt hat. Dieses Datum markiert den Regierungswechsel zum ersten Kabinett Merkel. Die Punktwerte dienen als Datengrundlage für zwei Konjunkturkurven, mit denen sich die aktuelle Entwicklung auf einen Blick einordnen lässt.

Aktueller Befund im Juni 2011: Deutschland hat wirtschaftlich betrachtet ein fulminantes erstes Quartal erlebt. "Die gute Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes in und nach der schweren Rezession und die Diskussion über zunehmende Fachkräfteengpässe am deutschen Arbeitsmarkt zeigen, dass hohe Arbeitslosigkeit nicht unser Schicksal sein muss und Vollbeschäftigung keineswegs eine unerfüllbare Illusion bleiben muss."

INSM-WiWo-Deutschland-Check Juni 2011

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