Arbeitsmarkt- und Wachstumsindex - Juli 2010: Weiter gute Nachrichten
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IW-Arbeitsmarkt- und Wachstums-Index - Juli 2010: Weiter gute Nachrichten
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Arbeitsmarkt- und Wachstumsindikatoren – Ende Juni 2010 im Vergleich zum Niveau vor der Krise
Der Juni zeigt sich von seiner freundliche Seite und wartet mit positiven Nachrichten auf. Sowohl der Arbeitsmarktindex als auch der Wachstumsindex konnten Positionsgewinne verbuchen.
Auch die weiteren Konjunkturaussichten bleiben sommerlich: So hat der Internationale Währungsfonds (IWF) gerade erst seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft von 4,1 Prozent auf 4,5 Prozent für dieses Jahr angehoben. Vor allem in Asien und den USA könnte es dem IWF zufolge konjunkturell besser laufen als in den bisherigen Prognosen unterstellt. Für die deutsche exportorientierte Wirtschaft ist dies eine gute Nachricht.
Sollten sich die optimistischen Prognosen der IWF bewahrheiten, dürfte die deutsche Industrie zusätzliche Impulse bekommen. Es sieht alles danach aus, als bliebe der Export das Zugpferd der deutschen Konjunktur. Wie das Statistische Bundesamt jüngst meldete, lagen die Ausfuhren im Mai dieses Jahres um 28,8 Prozent über Vorjahr.
Es gibt allerdings auch erste Stimmen, die einer Fortsetzung des deutschen „Jobwunders“ im weiteren Verlauf des Jahres skeptisch gegenüberstehen. In ihrem gerade veröffentlichten Employment Outlook spricht die OECD davon, dass Deutschland ein „jobless growth“ drohen könnte. Deutschland hätte, weil das Beschäftigungsniveau in der Krise nicht oder nur unzureichend an das gesunkene Produktionsniveau angepasst worden sei, nicht unerhebliche Produktivitätsreserven aufgebaut, die eine längere Zeit reichten, um trotz wachsender Produktion ohne Neueinstellungen auszukommen.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
Der Arbeitsmarktindex profitiert von einer Verbesserung beider Teilindikatoren:
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Die Zahl der Arbeitslosen ging im Juni saisonbereinigt um 21.000 Personen zurück. Zwar fiel der Rückgang im Mai mit -41.000 noch etwa doppelt so stark aus, aber der erfreuliche Trend sinkender Arbeitslosigkeit setzte sich fort. Die Erfolgsstory dauert nunmehr schon12 Monate an. Genau vor einem Jahr, im Juni 2009 hatte die Arbeitslosigkeit ihren Höchststand erreicht, seither geht sie Monat für Monat zurück. Insgesamt liegt die Zahl der Arbeitlosen aktuell um 261.000 Personen oder 7,5 Prozent unter dem Vorjahrsniveau.
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Weiter aufwärts ging es bei den offenen Stellen. Im Juni kamen saisonbereinigt wie schon im Vormonat weitere 6.000 gemeldete offene Stellen hinzu. Im Vergleich zum Vorjahr steht hier ein Plus von 52.000 (+11,1 Prozent) zu Buche.
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Insgesamt legte der Arbeitsmarktindex im Juni um 0,9 Prozent zu, nach 1,2 Prozent im Mai.

Auch der Wachstumsindex konnte im Juni Boden gutmachen, nachdem er im Vormonat eine Verschnaufpause eingelegt hatte. Er stieg um 0,8 Prozent und blieb damit ein etwas hinter der Perfomance des Arbeitsmarktindexes zurück. Für die drei Teilindikatoren zeigt sich im Einzelnen folgendes Bild:
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Der DAX-Performance-Index blieb mit 5966 Punkten nahezu auf dem Vormonatsniveau. Er verhält sich im Juni also neutral, belastet den Wachstumsindex nicht wie noch in den beiden Monaten zuvor, gibt ihm aber auch keine Impulse.
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Der Ifo-Lage-Index stieg im Berichtsmonat um 1,7 Prozent. Viermal in Folge melden die Unternehmen nun schon eine Verbesserung der aktuellen Geschäftssituation. Laut Ifo-Institut berichteten die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes vor allem ein sehr positives Auslandsgeschäft, allerdings mit der Einschränkung, dass es nicht mehr so dynamisch wächst wie in den Monaten zuvor.
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Die stetige Verbesserung der Auftragslage der Unternehmen in der letzten Zeit findet ihren Niederschlag in der Produktionsentwicklung der Industrie. Im Mai legte sie um kräftige 3,4 Prozent real zu, im Juni dürfte sich die Aufwärtstendenz abgeschwächt fortgesetzt haben.
Arbeitsmarkt- und Wachstumsindikatoren – Ende Juni 2010 im Vergleich zum Niveau vor der Krise
Im Berichtsmonat Juni trübt keiner der fünf Einzelindikatoren das positive Bild. Der DAX-Performance-Index stagnierte zwar, aber alle übrigen vier Indikatoren wiesen eine positive Entwicklung auf. Der Juni stand somit ganz überwiegend im Zeichen der allmählichen Beseitigung der Krisenschäden. Die Arbeitslosigkeit liegt bereits seit März 2010 unter dem Vorkrisenniveau des 1. Quartals 2008, die anderen vier Indikatoren haben noch eine ordentliche Wegstrecke vor sich, bewegen sich aber allesamt in die richtige Richtung.
Von der heutigen Basis aus gerechnet benötigt man noch folgende prozentualen Zuwächse, um das Vorkrisenniveau wieder zu erreichen:
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Offene Stellen: |
+11,3 Prozent |
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Produktion: |
+9,5 Prozent |
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Ifo-Lage-Index: |
+8,7 Prozent |
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DAX-Performance: |
+12,5 Prozent |
