Arbeitsmarkt- und Wachstumsindex im Februar 2011: Mit Schwung ins neue Jahr!
Die deutsche Wirtschaft ist mit Schwung und Zuversicht in das neue Jahr 2011 gestartet. Sowohl der Arbeitsmarktindex als auch der Wachstumsindex konnten im Januar zulegen. Der Erholungsprozess setzte sich somit auch zu Jahresbeginn weiter fort.
Zwar gehen die aktuellen Prognosen von einer im Vergleich zu 2010 etwas gedämpften Gangart der Konjunktur in diesem Jahr aus. Aber die Entwicklung, dies signalisieren alle Prognosen, soll weiter deutlich aufwärts gehen. Bei Consensus Forecasts reicht die Spannweite der aktuellen Prognosen von einem Plus von 1,8 bis 3,2 Prozent. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln erwartet ein reales Plus beim realen Bruttoinlandsprodukt von 2 ¼ Prozent.
Erfreulicherweise läuft der Konjunkturmotor nicht mehr überwiegend nur auf dem „Export-Zylinder“, sondern wesentliche Wachstumsimpulse kommen mittlerweile von der Inlandsnachfrage, und zwar sowohl vom Konsum als auch von den Investitionen. Dies sollte dazu beitragen, die Kritiker des deutschen Wachstumsmodells verstummen zu lassen. Ohnehin stand die Kritik wissenschaftlich nur auf wackeligen Beinen.
INSM-WiWo-Deutschland-Check Februar 2011: die Ergebnisse im Einzelnen
Nach einer Stagnation im Dezember 2010 ist die Zahl der Arbeitslosen saisonbereinigt im Januar 2011 wieder gesunken, und zwar mit einem Minus von 13.000 oder -0,4 Prozent durchaus beachtlich.
Noch erfreulicher ist das Ergebnis der offenen Stellen, die sich gleich um 16.000 erhöhten, was einem Anstieg um 3,9 Prozent entspricht. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist somit ungebrochen, was für die Arbeitsmarktentwicklung in den nächsten Monaten weiterhin positiv stimmt.
Insgesamt legte der Arbeitsmarktindex im Januar um 2,8 Punkte oder 2,1 Prozent zu. Dies ist der stärkste Anstieg seit Mai 2010.
Positiv präsentiert sich auch der WachstumsIndex des IW Köln, wenn auch nicht alle drei Teilindikatoren einen positiven Beitrag zum Gesamtergebnis leisten konnten:Der DAX-Performance-Index hat mit einem deutlichen Plus von 163 Punkten (+2,4 Prozent) im Januar die 7.000er Marke endlich geknackt. Zuletzt war ihm dies im Dezember 2007 gelungen. Zwischenzeitlich war er krisenbedingt auf unter 4.000 Punkte abgestürzt.
Der Ifo-Lage-Index büßte im Januar geringfügig ein (-0,1 Prozent). Das ist aber sicherlich kein Grund zur Besorgnis oder gar ein Alarmsignal – vielmehr bleibt der Lage-Index im Januar auf einem sehr hohen Niveau.
Die Industrieproduktion hatte saisonbereinigt im November (-0,5 Prozent) und Dezember (-0,1 Prozent) letzten Jahres eine Pause eingelegt. Dabei zeigt sich im Dezember ein differenziertes Bild: Während die Produzenten von Vorleistungsgütern und Konsumgütern einen Rückgang der Produktion um 3,1 bzw. 1,3 Prozent hinnehmen mussten, verzeichneten die Produzenten von Investitionsgütern ein beachtliches Plus von 3,3 Prozent.
Das IW-Prognosemodell signalisiert für den Januar saison- und kalenderbereinigt für die Industrieproduktion wieder ein Plus von gut einem Prozent. Insgesamt kletterte der Wachstumsindex im Januar um 1,4 Prozent und damit den fünften Monat in Folge.
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Arbeitsmarkt- und Wachstumsindikatoren im Vergleich zum Niveau vor der Krise
Ein Blick auf die fünf Einzelindikatoren zeigt ein grundsätzlich unverändertes Bild zum Vormonat. Vier der fünf Indikatoren haben das Vorkrisenniveau hinter sich gelassen, nur die Industrieproduktion hängt mit einem Wert von 94 noch hinterher. Nimmt man das aktuelle Produktionsniveau zur Basis, braucht die Industrieproduktion noch einen Zuwachs von 6,4 Prozent, um das Vorkrisenniveau des ersten Quartals 2008 zu erreichen. Es wird wohl noch einige Monate dauern, bis der Rückstand aufgeholt ist.


