Arbeitsmarkt- und Wachstumsindex im Januar 2011: Positiver Jahresausklang
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Arbeitsmarkt- und Wachstumsindikatoren – Ende Oktober 2010 im Vergleich zum Niveau vor der Krise
- INSM-WiWo-Deutschland-Check: Rückblick auf das Jahr 2010
Auch zum Jahresausklang 2010 zeigte sich die wirtschaftliche Entwicklung von ihrer positiven Seite. Die Auftriebskräfte behielten auch im Dezember 2010 die Oberhand – sowohl der Arbeitsmarkt- als auch der Wachstumsindex schlossen das Jahr 2010 nochmals mit einem deutlichen Plus im Dezember ab.
INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2010: die Ergebnisse im Einzelnen
Auch im letzten Monat des Jahres blieb der Arbeitsmarktindex nach oben gerichtet. Allerdings trug diesmal nur einer der beiden Teilindikatoren zur positiven Entwicklung bei:-
Die Zahl der Arbeitslosen ist saisonbereinigt erstmals seit 13 Monaten (letztmals im Oktober 2009) wieder leicht um 3.000 gestiegen. Der frühe und starke Wintereinbruch dürfte ein Grund dafür sein.
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Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen befindet sich hingegen mit einem Plus von 10.000 Stellen oder 2,6 Prozent weiter auf Expansionskurs. Hier ist kein Erlahmen der Dynamik erkennbar, was positiv für die weiterer Beschäftigungsentwicklung stimmt.
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Insgesamt kann der Arbeitsmarktindex an die sehr positive Entwicklung der Vormonate anknüpfen und das Tempo mit einem Plus von 1,2 Prozent fast halten.
Völlig ungetrübt präsentierte sich der Wachstumsindex im Dezember. Alle drei Teilindikatoren trugen zum guten Gesamtbild bei:
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Ausgehend von einem ohnehin schon hohen Niveau verbesserte sich die Lagebeurteilung der gewerblichen Wirtschaft nochmals um 0,5 Prozent.
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Der DAX-Performance-Index kletterte im Dezember um 226 Punkte oder beachtliche 3,4 Prozent. Die 7.000-Makre konnte er allerdings 2010 nicht überspringen. Dies bleibt dann wohl das Ziel für 2011.
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Nach dem fulminanten Anstieg im Oktober (+3,0 Prozent) legte die Industrieproduktion im November 2010 eine Verschnaufpause ein und ging im 0,6 Prozent zurück. Die gute Stimmung der Unternehmen und die positive Entwicklung bei den Auftragseingängen lassen jedoch erwarten, dass die Industrieproduktion im Dezember wieder mit einem leichten Plus abschließen konnte.

Arbeitsmarkt- und Wachstumsindikatoren im Vergleich zum Niveau vor der Krise
Ein Blick auf die fünf Einzelindikatoren zeigt: Noch rechtzeitig zum Jahreswechsel hat auch der DAX-Performance-Index das Vorkrisenniveau vom 1. Vierteljahr 2008 um 3 Prozent übersprungen. Der Ifo-Lage-Index notiert um 2,7 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Die Arbeitslosigkeit liegt nun schon deutlich um 6,4 Prozent darunter und die Zahl der gemeldeten offenen Stellen um fast 3 Prozent höher. Einzig die industrielle Produktion hat noch Aufholbedarf. Vom heutigen Niveau aus benötigt die industrielle Produktion noch einen Zuwachs um 6,5 Prozent, um als letzter Einzelindikator die Vorkrisen-Hürde zu nehmen und den Erholungsprozess damit abzuschließen.
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Rückblick auf das Jahr 2010
Das Jahresende ist ein guter Zeitpunkt für einen Rückblick auf das gesamte abgelaufene Jahr 2010. Es stand ganz im Zeichen der Erholung von der schwersten Nachkriegsrezession. Nach einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2009 konnte in 2010 mit einem Plus von gut 3,5 Prozent wieder deutlich Boden gut gemacht werden, wenn auch das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht werden konnte. Die vielfach diskutierte Frage, welchen Verlauf die Erholung nehmen würde, konnte das „V“ für sich entscheiden. Weder L noch W konnten ihm dem Rang ablaufen. Auch die im Deutschland-Check verwendeten Indizes zum Arbeitsmarkt und zur wirtschaftlichen Entwicklung spiegeln den Aufholprozess wider:-
Der Arbeitsmarktindex legte im 12-Monatszeitraum Dezember 2009 bis Dezember 2011 um 19,6 Prozent zu und hat das Vorkrisenniveau (Durchschnitt im 1. Vierteljahr 2008) erfreulicherweise schon seit September 2010 wieder überschritten. Insgesamt liegt dieser Index mittlerweile um 5 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Die Zahl der saisonbereinigten Arbeitslosen ging im Jahresverlauf um 262.000 oder 7,7 Prozent zurück. Die Zahl der ungeförderten offenen Stellen legte in diesem Zeitraum saisonbereinigt um 105.000 oder stolze 34,5 Prozent zu.
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Der Wachstumsindex stieg im selben Zeitraum um 17,9 Prozent an. Auch er konnte quasi im Schlussspurt so gerade das Vorkrisenniveau um 0,7 Prozent hinter sich lassen, hat allerdings anders als der Arbeitsmarktindex noch nicht wieder seinen Höchststand vom Mai 2008 erreicht. Zum insgesamt erfreulichen Ergebnis trugen alle drei Teilindikatoren bei. Der DAX-Performance-Index kletterte in den vergangenen 12 Monaten um 957 Punkte – das entspricht einem Zuwachs um 16,1 Prozent. Der Ifo-Lage-Index schloss um 22,4 Punkte oder 24,8 Prozent besser. Die Industrieproduktion legte im Jahresverlauf 2010 saisonbereinigt um 13,9 Index-Punkte zu, was einem Anstieg um 14,5 Prozent entspricht.

Die Perspektiven für das Jahr 2011 sind weiterhin positiv. Alle aktuellen Konjunkturprognosen gehen für 2011 von einem weiteren Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts aus, wenn auch mit geringerer Rate als im Aufholjahr 2010.
Die traditionelle Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln bestätigt diese positiven Aussichten. Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahreswechsel 2010/2011 überwiegend in guter Stimmung und blickt optimistisch in die Zukunft. Von den 46 befragten Verbänden erwarten 34 für 2011 eine höhere Produktion als im Vorjahr, fünf gehen zumindest von einem gleichbleibenden Geschäftsergebnis aus.
Nur zwei Verbände, die Mineralölverarbeitung und die Schiffbau und Meerestechnik, erwarten für 2011 eine wesentliche Verschlechterung, weitere vier Verbände eine leichte Eintrübung. Erfreulich sind auch die Aussichten für Investitionen und Beschäftigung: 29 der 46 Wirtschaftsbereiche wollen in 2011 ihre Investitionsbudgets aufstocken, nur zwei wollen sie kürzen; ihren Personalbestand weiter erhöhen wollen 22 Branchen, nur acht Verbände melden für 2011 voraussichtlich sinkende Beschäftigtenzahlen.
