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Presseinformation zum 24. INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012

Ökonomenumfrage: Wachstum der deutschen Wirtschaft bleibt hinter den Möglichkeiten zurück

Berlin. Fachkräftemangel und Überregulierung hemmen die Innovationskraft der deutschen Volkswirtschaft. Das geht aus einer aktuellen Umfrage unter Wirtschaftswissenschaftlern im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche (WiWo)  hervor. 63 von 68 Ökonomen stimmen nach der Umfrage der Aussage zu, dass die Beseitigung des Fachkräfteengpasses Innovationen fördern und damit mehr Wachstum generieren könnte.  Darüber hinaus würden Innovationen durch die Regeldichte auf Produkt- und Faktormärkten gehemmt. Vor allem für die Produktmärkte fordern die befragten Ökonomen eine innovationsfreundlichere Regulierung (61 von 68). Mit 57 Experten spricht sich die deutliche Mehrheit auch für den Abbau von Hemmnissen auf dem Arbeitsmarkt aus. Lediglich bei der Frage, ob Regulierungen für den Kapitalmarkt abgebaut werden sollten, sind sich die Ökonomen uneinig: 37 sprechen sich dafür, 27 dagegen aus.

„Das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft bleibt seit langem hinter den Möglichkeiten zurück.  Es gibt zu viele Innovationsbarrieren. Die staatliche Verwaltung könnte viel tun, um Investitionsverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen“, sagt Prof. Manfred J. M. Neumann vom Institut für Internationale Wirtschaftspolitik an der Universität Bonn, ergänzend zu seinen Angaben in der Umfrage.

„Die Bundesrepublik darf sich in punkto Innovationsfreundlichkeit nicht auf Lorbeeren ausruhen. Deutschland kann mehr!“, fügt Hubertus Pellengahr, GeschaÅNftsführer der INSM hinzu. Um den Innovationsstandort Deutschland nachhaltig zu verbessern müsse ein ganzes Massnahmenbündel auf den Weg gebracht werden. „Neben der Optimierung der Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung müssen die Qualität des Bildungssystems kontinuierlich verbessert und die Aufstiegschancen erhöht werden“, so Pellengahr weiter.

Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung gehört auch ein modernes, internationales Patentrecht. 47 Experten fordern einen Ausbau des internationalen Patentrechts, nur 17 sind dagegen. „Nur wer sich durch Forschungsanstrengungen auch Gewinne verspricht, investiert. Daher brauchen wir ein europäisches Gemeinschaftspatent“, fordert Pellengahr.

Für das Expertenvotum des INSM-Deutschland-Checks hat die IW Consult, eine Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, 68 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten zwischen dem 12. und 28. Dezember 2011 online befragt. Die Umfrage ist Teil des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie im Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012: IW-I
INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012: IW-Index

INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012: IW-Index, Jahresrückblick
INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012: Umfrage

INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012: Umfrage
INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012: Umfrage

INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012: Umfrage
INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012: Umfrage

INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012: Umfrage
INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012: Umfrage

INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012: Umfrage
INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2012: Umfrage

Presseinformation zum 23. INSM-WiWo-Deutschland-Check Dezember 2011

Umfrage: Arbeitnehmer halten Staatsschuldenkrise für größtes Arbeitsmarktrisiko"

Berlin. Fast 80 Prozent der Arbeitnehmer sehen in der Schuldenkrise das größte Risiko für die Lage am Arbeitsmarkt. Das geht aus einer repräsentativen Arbeitnehmerbefragung der IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche hervor.

„Bisher hat der deutsche Arbeitsmarkt die Turbulenzen der Schuldenkrise gut weggesteckt. Das gelingt aber nicht ewig“, erklärt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM und fordert eine nachhaltige Lösung der Schuldenkrise, indem Staatsausgaben gekürzt und die Haushalte konsolidiert werden. „Haushaltskonsolidierung ist jetzt Pflicht“, so Pellengahr.

Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass der Fachkräftemangel den Arbeitsmarkt beeinträchtigen könnte. Aktuell hat die große Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland noch keine Angst vor einem Jobverlust. 57 Prozent der Beschäftigten glauben, dass ihr Arbeitsplatz außerordentlich oder ziemlich sicher ist. Weitere 25 Prozent stufen ihr Beschäftigungsverhältnis immerhin noch als eher sicher ein.

An der positiven Einschätzung änderte die Zuspitzung der Schuldenkrise bisher nicht viel. Nur 15 Prozent meinen, dass der Erhalt ihres Arbeitsplatzes in den vergangenen zwölf Monaten unsicherer geworden sei. Für die meisten ist die Sicherheit ihres Beschäftigungsverhältnisses gleich geblieben.

Die Arbeitnehmer versuchen für den Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben und setzen dabei vor allem auf Mobilität und Flexibilität. Fast 80 Prozent geben dies jeweils an. Mehr als jeder Zweite setzt darüber hinaus auf betriebliche oder private Weiterbildung. Eher unbedeutend ist für Beschäftigte hingegen das Sammeln von Auslandserfahrung. Nicht einmal jeder Vierte setzt auf diese Möglichkeit. Auffallend ist, dass vor allem gut gebildete und jüngere Arbeitnehmer auf die eigene
Attraktivität für den Arbeitsmarkt achten. „Um für den Arbeitsmarkt interessant zu bleiben, ist in erster Linie jeder für sich selbst verantwortlich. Dies gilt für gut Ausgebildete wie auch für weniger gut Ausgebildete“, so Pellengahr. Auch die Älteren müssten sich fortbilden, da aufgrund des demographischen Wandels deren Arbeitskraft in der Zukunft noch wichtiger werde.

Im Rahmen des IW-Arbeitnehmervotums wurden 1.000 Arbeitnehmer zwischen dem 23. und 28. November online befragt. Die Stichprobe der Arbeitnehmer zwischen 16 und 65 Jahren ist repräsentativ für Deutschland und nach Schulbildung, Geschlecht und Altersgruppen geschichtet. Arbeitnehmer ohne Schulbildung sind nicht berücksichtigt. Die Umfrage ist Teil des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie im Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check: Arbeitnehmer-Votum
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Presseinformation zum 22. INSM-WiWo-Deutschland-Check November 2011

„Sonderrechte für ältere Arbeitnehmer sind überflüssig und schädlich"

INSM-Studie: Karriere und Beruf 50 plus


Berlin – Die Beschäftigungssituation der älteren Arbeitnehmer hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Das ist das Ergebnis der heute vorgestellten Studie „Karriere und Beruf 50 plus: Wege zu mehr demografischer Fitness und Beschäftigung“, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt hat. Demnach hat der Anteil der Beschäftigten in der Altersgruppe der 50- bis 65-Jährigen überproportional zugenommen. Mehr als verdoppelt hat sich die Beschäftigungsquote in der Altersgruppe der 60- bis 64- Jährigen: hier lag der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahr 2000 noch bei elf Prozent, im Jahr 2010 schon bei 24,6 Prozent, Tendenz: steigend.

Eine im Oktober 2011 parallel zur Studie durchgeführte Unternehmerbefragung macht deutlich, dass knapp die Hälfte der Unternehmen davon ausgeht, dass die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer in den nächsten fünf Jahren zu einem immer wichtigeren Thema wird. Nur vier Prozent der Unternehmen vermuten, dass die Bedeutung des Themas abnehmen wird.

„Ältere Arbeitnehmer bleiben länger im Erwerbsleben. Diese Zahlen signalisieren, dass ein Paradigmenwechsel eingeleitet wurde und der Bewusstseinswandel bereits Spuren hinterlassen hat“ sagt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM. „Das frühzeitige Ausscheiden älterer Mitarbeiter aus dem Erwerbsleben ist kein zukunftsfähiges Konzept mehr. Denn sie werden auf dem Arbeitsmarkt dringend gebraucht, sie haben Fähigkeiten, die Junge nicht haben: Erfahrung, Ruhe, Entscheidungskraft. Das haben viele weitsichtige Unternehmer bereits erkannt. Hier sind wir auf dem richtigen Weg“.

In mehr als jedem zweiten Unternehmen wird das Thema „Beschäftigung älterer Arbeitnehmer“ gezielt im Rahmen der Personalpolitik behandelt. Dieser Entwicklung muss auch die Gesetzgebung folgen. Pellengahr: „Sonderrechte für ältere Arbeitnehmer sind überflüssig und schädlich“. Die ursprünglich als Schutz gedachten gesetzlichen Kündigungsregeln bauen für Ältere eine kontraproduktive Eintrittshürde in den Arbeitsmarkt auf. Aus demselben Grund muss die Bezugsdauer des Arbeitslosengeld I für alle Altersgruppen auf maximal zwölf Monate beschränkt werden. Durch die längere Bezugsdauer wird älteren Arbeitnehmern die Motivation genommen, die sich ihnen bietenden Chancen am Arbeitsmarkt zu nutzen. Auch ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn hätte negative Auswirkungen auf die Beschäftigungschancen der über 50-Jährigen.

„Unternehmen haben es durch eine lebenszyklusorientierte Personalpolitik in der Hand, die Leistungs-, Beschäftigungs- und Anpassungsfähigkeit der Arbeitnehmer frühzeitig zu stärken. Tarifpartner und Gesetzgeber sind gefordert, hierfür einen geeigneten, institutionellen Rahmen zu gestalten, der zum einen die Eigenverantwortung der Beschäftigten und zum anderen die wirtschaftlichen Notwendigkeiten der Unternehmen im Auge behält.“ so Dr. Oliver Stettes, Autor der Studie.  

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INSM-WiWo-Deutschland-Check November 2011
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Presseinformation zum 21. INSM-WiWo-Deutschland-Check Oktober 2011

Wirtschaftswissenschaftler fordern nationale Schuldenbremsen für Euro-Staaten

Umfrage: Ökonomen mehrheitlich gegen europäische Wirtschaftsregierung


Berlin – Eine Mehrheit von Wirtschaftsprofessoren spricht sich in einer Umfrage gegen eine gemeinsame Wirtschaftsregierung im Euro-Raum aus. Die Umfrage wurde von der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche (WiWo) durchgeführt. 60 von 96 Wissenschaftlern glauben danach nicht, dass der Euro-Raum eine gemeinsame Wirtschaftsregierung benötigt. 33 Experten stimmen aber dafür. Auch eine gemeinsame Fiskalpolitik lehnen die meisten der befragten Ökonomen ab (52 Gegenstimmen).

Besser wäre nach Expertenmeinung die Einführung nationaler Schuldenbremsen mit Verfassungsrang. Dafür sprechen sich 81 Befragte aus, nur 14 sind dagegen. „Langfristiges Vertrauen kann nur durch langfristig bindende Reformen wiedergewonnen werden“, erklärt dazu Prof. Ulrich van Suntum, Direktor des Centrums für angewandte Wirtschaftsforschung an der Universität Münster, der an der Umfrage teilgenommen hat. „Wir brauchen einen Stabilitätspakt II, der die Schuldenmacherei in allen Euroländern ein für alle Mal beendet“, fordert der Botschafter der INSM weiter.

Keine Lösung bietet aus Expertensicht die Vergemeinschaftung von Schulden. Euro-Anleihen lehnen die befragten Professoren mehrheitlich genauso ab, wie den Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB. „Die Vergemeinschaftung von Schulden und Risiken widerspricht den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft. Am meisten hilft man Europa mit glaubwürdigen Regeln, die das Subsidiaritätsprinzip wieder herstellen“, erklärt der INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Beim Bund und den Ländern in Deutschland hätte die Schuldenbremse schon Wirkung gezeigt. So schafft es Bayern als bestes westdeutsches Bundesland bereits bis zum Jahr 2013 seinen Haushalt auszugleichen. „Schuldenbremsen sind ein probates Mittel zur Eindämmung der Staatsverschuldung“, resümiert Pellengahr.

Uneinigkeit unter den Experten herrscht hingegen über den geplanten dauerhaften Rettungsschirm für Euro-Staaten (ESM). 44 Professoren halten den ESM für sinnvoll, 50 Ökonomen glauben nicht, dass ein permanenter Rettungsschirm die Euro-Zone stabilisiert. Die Möglichkeit einer geordneten Insolvenz innerhalb des ESM-Regelwerks befürworten aber 80 der 96 Professoren. „Wo die Märkte zum Staatsbankrott tendieren, kann sich der Staat auch mit noch so großen Summen nicht dagegen stemmen. Er kann nur versuchen, den Staatsbankrott in geordnete Bahnen zu lenken, um so einen Neuanfang zu erleichtern“, sagt dazu der Umfrageteilnehmer Charles B. Blankart, Professor für öffentliche Finanzen an der Humboldt-Universität Berlin.

Für das Expertenvotum des INSM-Deutschland-Checks hat die IW Consult, eine Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, 96 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten zwischen dem 19. und 29. September 2011 online befragt. Die Umfrage ist Teil des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie im Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche.



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Presseinformation zum 20. INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2011

Umfrage: Arbeitnehmer fordern einheitlichen Bildungskatalog

Berlin - Die Arbeitnehmer in Deutschland fordern mehrheitlich, dass die Politik zur Sicherung der Ausbildungsreife einen einheitlichen Anforderungskatalog festlegt. 82,1 Prozent sind der Ansicht, dass einheitliche und verbindlich formulierte Kriterien die Ausbildungsreife von Schulabsolventen am Ende der 9. bzw. 10. Klasse sichern sollten. Das ergibt eine repräsentative Arbeitnehmerbefragung der IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche.

Gespalten sind die Arbeitnehmer in der Frage, ob eine möglichst frühe Trennung der Schüler auf eine weiterführende Schule die Bildungsqualität in Deutschland verbessern würde. 49,3 Prozent bevorzugen ein Schulsystem, bei dem eine möglichst frühe Trennung vorgenommen wird. 45,3 Prozent sind hingegen der Ansicht, dass Schüler möglichst lange gemeinsam lernen sollten. „Die Uneinigkeit der Politik spiegelt sich im Antwortverhalten der Arbeitnehmer wider. Schüler dürfen
nicht länger die Versuchskaninchen der Republik sein.“ erklärt Hubertus Pellengahr,
Geschäftsführer der INSM. Reformen müssten effizient und gut durchdacht sein, damit sie langfristig wirken können. „Auf die individuelle Förderung von starken und schwachen Schülern kommt es an. Die Diskussion um zwei- oder dreigliedrige Schulsysteme darf dabei nicht länger vom Wesentlichen ablenken!“ Bildung sei der zentrale Baustein für Vollbeschäftigung in Deutschland.

Nach Ansicht der Befragten würde die Zusammenlegung der Haupt- und Realschule den Anteil der Risikoschüler eher senken als steigern. 40,8 Prozent sind dieser Meinung. 31,1 Prozent glauben dagegen, dass sich der Anteil der Risikoschüler durch die Zusammenlegung erhöhen würde.

Die Arbeitnehmer sehen die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule demnach nicht als bedeutendsten Schritt an um das Schulsystem zu reformieren. Wichtiger scheint die Sicherstellung der Schulbildungsqualität durch eine inhaltliche Koordination, die an Ergebnissen orientiert ist. „Die Schulen brauchen mehr Entscheidungsfreiheit, wie sie die gesteckten Bildungsziele erreichen wollen. Auch zwischen Schulen kann man Wettbewerb zulassen“, so Pellengahr.

Im Rahmen des IW-Arbeitnehmervotums wurden 1.000 Arbeitnehmer zwischen dem 19. und 23. August online befragt. Die Stichprobe der Arbeitnehmer zwischen 16 und 65 Jahren ist repräsentativ für Deutschland und nach Schulbildung, Geschlecht und Altersgruppen geschichtet. Arbeitnehmer ohne Schulbildung sind nicht berücksichtigt. Die Umfrage ist Teil des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie im Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2011: Arbeitnehmer-Votum
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INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2011: Arbeitnehmer-Votum
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Presseinformation zum 19. INSM-WiWo-Deutschland-Check August 2011

Umfrage: Euro-Krise trifft vor allem größere Unternehmen

Unternehmen fürchten steigende Rohstoff- und Energiekosten

Berlin/Köln - Die europäische Schuldenkrise wirkt sich vor allem auf größere Unternehmen negativ aus. Das hat eine Umfrage der IW-Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche (WiWo), ergeben. Demnach wächst die Zahl der so genannten Negativnennungen mit der Umsatzgröße. Unternehmen mit über 50 Millionen Euro Jahresumsatz sind bereits zu 32,3 Prozent „eher negativ“ beziehungsweise „sehr negativ“ durch die Währungsturbulenzen betroffen. Besonders spürt die produzierende Industrie die Euro-Krise: Gut jedes fünfte Industrieunternehmen klagt bereits jetzt über negative Auswirkungen. Weniger Auswirkungen melden Unternehmen im Dienstleistungssektor: Nur knapp 11 Prozent der befragten industrienahen Dienstleister fühlen sich negativ betroffen.

„Die Umfrage zeigt, dass sich die Schulden-Krise zwar auf die Unternehmen niederschlägt, die gegenwärtige Unsicherheit an den Finanzmärkten scheint aber übertrieben“, erklärt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM.

Die Unternehmen fürchten vor allem steigende Rohstoff- und Energiepreise als Resultat der Schuldenkrise. Rund drei Viertel der Befragten gab dies an. Zwei Fünftel davon rechnen sogar mit erheblichen Preissteigerungen. Fast jedes dritte befragte Unternehmen rechnet in beträchtlichem Ausmaß mit steigenden Finanzierungskosten, etwa jedes fünfte Unternehmen glaubt, dass es zu einer bemerkbaren Kaufzurückhaltung der Kunden kommen wird.

Den Verlust von Arbeitsplätzen fürchten am ehesten mittelständische Unternehmen (1 bis 50 Millionen Euro Umsatz). Über ein Viertel der Mittelständler gab dies an, wenn auch in den meisten Fällen als unerhebliche Auswirkung der Schuldenkrise. „Die Euro-Krise sorgt nicht nur für Verunsicherung auf den Finanzmärkten, sondern gefährdet auch unser gemeinsames Ziel Vollbeschäftigung. Es ist höchste Zeit, dass Europa endlich ein nachhaltiges Konzept für den Schuldenabbau liefert, anstatt eine kurzfristige Rettungsaktion nach der anderen“,  so Pellengahr.

Im Rahmen des IW-Unternehmervotums wurden 753 Unternehmer zwischen dem 15. Juli bis zum 3. August online befragt. Angeschrieben wurden Unternehmen aus Industrie sowie den industrienahen Dienstleistungen (Großhandel, Verkehr, Nachrichten, unternehmensnahe Dienstleistungen). Die Umfrage ist Teil des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie im Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche.
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 INSM-WiWo-Deutschlandcheck August 2011
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Presseinformation zum 18. INSM-WiWo-Deutschland-Check Juli 2011

Expertenumfrage: Beschleunigter Atomausstieg bringt viele Risiken, aber wenig Chancen

Berlin/Köln - Ökonomen befürchten teils erhebliche wirtschaftliche Risiken in Folge des beschleunigten Atomaussiegs. Insbesondere für die metallerzeugenden und -bearbeitenden Unternehmen bringt der Atomausstieg nach Meinung der Experten teils sehr hohe wirtschaftliche Risiken mit sich. Das ergab eine Experten-Umfrage der IW Consult unter 65 Professoren der Wirtschaftswissenschaften im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche.

Das geringste Risiko droht nach Ansicht der Experten dem Dienstleistungssektor: Nur ein Ökonom charakterisiert die Risiken für diese Branche als hoch. Große Chancen aus der sukzessiven Abschaltung der Atommeiler ergeben sich dagegen nach Expertenmeinung vor allem für die Energiewirtschaft. Für alle anderen Branchen konstatieren die Experten mehrheitlich geringe Chancen. „Energie ist ein wichtiger Inputfaktor für die Wirtschaft in Deutschland. Unüberlegte Entscheidungen gefährden nicht nur einzelne Unternehmen, sondern den gesamten Standort Deutschland“, bemerkte Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM.

Die Ökonomen rechnen vor allem kurzfristig mit negativen Auswirkungen. 58 von 65 Professoren sind der Meinung, der Ausstieg sei schlecht für die Versorgung mit günstiger Energie und 38 Experten glauben, dass dadurch die gesicherte Energieversorgung gefährdet sei. „Nicht nur die Preise für elektrische Energie werden steigen, sondern auch die Preise der Sekundärprodukte“ befürchtet Prof. Charles Blankart von der Humboldt-Universität zu Berlin, der an der Umfrage teilgenommen hat. Knapp die Hälfte der befragten Experten sieht sogar die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands beeinträchtigt.

Zwar relativieren sich in der langfristigen Perspektive die Befürchtungen der Experten, dennoch überwiegen auch langfristig die Risiken die Chancen. Positiv wirkt sich der Atomausstieg auf Investitionen und Innovationen aus. Damit rechnen jeweils rund die Hälfte der Wirtschaftswissenschaftler. „Der Markt reagiert auf die veränderten Rahmenbedingungen. Wichtig ist es jetzt, dass die Marktkräfte in der Energieerzeugung wirken können. Denn nur der Wettbewerb weiß, welche Technologien effizient sind und welche nicht. Subventionen für ausgewählte Technologien verzerren den Wettbewerb und verhindern einen schnellen und effizienten Strukturwandel“, warnt Pellengahr.

Für das Expertenvotum der IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, haben 65 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten zwischen dem 22. Juni und dem 8. Juli 2011 an einer Online-Befragung teilgenommen. Die Umfrage ist Teil des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie im Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche.

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Presseinformation zum 17. INSM-WiWo-Deutschland-Check Juni 2011

Arbeitnehmer-Umfrage: Kaum Wettbewerb durch Zusatzbeiträge

Patienten wollen erst ab 19 Euro die Kasse wechseln

Berlin – Zusatzbeiträge haben bisher kaum zu Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenkassen geführt. Nur wenige gesetzlich Versicherte Arbeitnehmer verlassen ihre Kasse, wenn diese Zusatzbeiträge fordert. Das ergibt eine repräsentative Arbeitnehmerbefragung der IW-Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche.


Nur rund jeder siebte gesetzlich versicherte Arbeitnehmer gab in der Umfrage an, bereits einmal die Kasse gewechselt zu haben, um Zusatzbeiträge zu sparen. Seit Einführung des Gesundheitsfonds 2009 dürfen die gesetzlichen Krankenkassen zusätzlich zu den regulären lohnabhängigen Beitragszahlungen auch lohnunabhängige Beiträge erheben, um ihre Ausgaben zu decken. Die Höhe dieses monatlichen Zusatzbeitrage war bis Ende 2010 maximal 1 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens begrenzt; seit Anfang diesen Jahres können die gesetzlichen Krankenkassen diese Zusatzbeiträge frei und ohne Obergrenze festsetzen. Mit den Zusatzbeiträgen war auch die Erwartung verbunden, dass die
Versicherten zum jeweils günstigsten Anbieter wechseln und damit der Preis-Leistungs-Wettbewerb zwischen den Kassen steigt.

Aus der Umfrage geht hervor, dass die meisten Versicherten erst ab einem Zusatzbeitrag von durchschnittlich 19 Euro die Kasse wechseln würden „Die Zusatzbeiträge sind zu gering, um für mehr Wettbewerb zu sorgen. Mit den Überschüssen aus dem Gesundheitsfonds sollten die lohnabhängigen Beiträge so weit wie möglich gesenkt werden. Reichen die Einnahmen in Zukunft nicht aus, muss jedeKrankenkasse die Finanzierungslücke durch Zusatzbeiträge selbst schließen. So entsteht Wettbewerb“, kommentiert Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM die Umfrage. Lohnunabhängige Prämien seien gerechter und transparenter. „Wettbewerb verbessert Leistung und Effizienz und senkt die Kosten – das gilt auch für die bürokratielastigen gesetzlichen Krankenkassen“, so Pellengahr.

Auch in Zukunft versprechen Zusatzbeiträge keine Verschärfung des Wettbewerbs. Nur etwa jeder fünfte gesetzlich Versicherte, der schon heute Zusatzbeiträge entrichtet, zieht aktuell einen Kassenwechsel in Erwägung. „Das Gesundheitssystem muss von Grund auf reformiert werden“, fordert Pellengahr. Die steigenden Kosten des medizinischen Fortschritts und der Alterung der Bevölkerung dürften nicht wie

bisher auf die Lohnkosten umgelegt werden. „Wenn wir Arbeit verteuern, verlieren wir Jobs. Arbeitsplätze auf die Deutschland nicht verzichten sollte. Es sei denn, man gibt das Vollbeschäftigungsziel auf.“

Im Rahmen des IW-Arbeitnehmervotums wurden 1.000 Arbeitnehmer zwischen dem 17. und 24. Mai online befragt. Die Stichprobe der Arbeitnehmer zwischen 16 und 65 Jahren ist repräsentativ für Deutschland und nach Schulbildung, Geschlecht und Altersgruppen geschichtet. Arbeitnehmer ohne Schulbildung sind nicht berücksichtigt. Die Umfrage ist Teil des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie

im Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check Juni 2011
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Presseinformation zum 16. INSM-WiWo-Deutschland-Check Mai 2011

Umfrage: Qualifikationsdefizite und hohe Bürokratie sind Hindernisse auf dem Weg zur Vollbeschäftigung

Berlin – Rund 30 Prozent der deutschen Unternehmen halten Vollbeschäftigung bis 2015 für wahrscheinlich beziehungsweise sehr wahrscheinlich. Hingegen berichten zwei Drittel über erhebliche Hürden auf diesem Weg. Das ergab eine repräsentative Unternehmensbefragung der IWConsult,einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche.

Aus Sicht der Unternehmen, die Vollbeschäftigung für unwahrscheinlich halten, ist die höchste zu überwindende Hürde die unzureichende Qualifikation vieler Arbeitssuchender für die zu besetzenden Stellen. Acht von zehn gaben dies an. Drei Viertel argumentieren, dass übermäßige Bürokratie und hohe Lohnnebenkosten der Vollbeschäftigung im Wege stünden. Insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen beklagen die Höhe der Lohnnebenkosten.

Zwei Drittel der befragten Unternehmen sehen die hohe Steuerbelastung als problematisch an, während 24 Prozent über zu hohe Löhne und Gehälter berichten.
„Deutschland ist auf dem Weg zur Vollbeschäftigung. Die Umfrage zeigt uns aber auch, dass noch einige Hürden zu überwinden sind“, erklärt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Jetzt seien alle gefordert: Die Politik müsse für weniger Bürokratie und geringe Lohnnebenkosten sorgen, Arbeitgeber für flexible Arbeitszeitmodelle, um das Arbeitskräftepotential auszuschöpfen. Und an den Arbeitnehmern sei es, durch fortwährende Weiterbildung ihre Qualifikation auf Spitzenniveau zu halten. „Wenn alle mitmachen, ist Vollbeschäftigung in Deutschland möglich“, so INSM-Geschäftsführer Pellengahr.

Für die Unternehmensbefragung der IW Consult haben 1.172 Unternehmen aus der Industrie sowie den industrienahen Dienstleistungen zwischen dem 19. April und dem 9. Mai 2011 an einer Online-Befragung teilgenommen.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check Mai 2011
INSM-WiWo-Deutschland-Check Mai 2011

INSM-WiWo-Deutschland-Check: Abbildung 1
INSM-WiWo-Deutschland-Check Mai 2011

INSM-WiWo-Deutschland-Check: Tabelle 1 2
INSM-WiWo-Deutschland-Check Mai 2011

 

Presseinformation zum 15. INSM-WiWo-Deutschland-Check April 2011

Vollbeschäftigung ab 2015 möglich

Expertenumfrage: Trend zu flexiblen Arbeitszeitmodellen leistet Vollbeschäftigung Vorschub

Berlin – Ökonomen erwarten, dass Deutschland die Zwei-Millionen-Marke bei der Zahl der Arbeitslosen erreichen kann. Das ergab eine Experten-Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. Damit wäre Deutschland dem Ziel der Vollbeschäftigung sehr nahe.

Knapp die Hälfte der befragten Experten glaubt, dass die Zwei-Millionen-Marke spätestens im Jahr 2015 erreicht wird. Beinahe jeder Fünfte erwartet dies erst nach 2015. 30 Prozent halten eine Arbeitslosenzahl von zwei Millionen unter den aktuellen Rahmenbedingungen für prinzipiell nicht erreichbar.

„Die Umfrage zeigt: Die Bedingungen für einen hohen Beschäftigungsstand sind so gut wie lange nicht mehr. Jetzt gilt es die Gunst der Stunde zu nutzen und durch gezielte Maßnahmen und Reformen die Weichen auf Vollbeschäftigung zu stellen“, erklärt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM. Vor allem die Zahl der Langzeitarbeitslosen müsse dauerhaft reduziert werden, so Pellengahr.

Einig sind sich die Ökonomen darin, welche Trends dem Weg zur Vollbeschäftigung am meisten Vorschub leisten. Fast alle Ökonomen sehen in der Verbreitung flexibler Arbeitszeitmodelle eine „positive“ oder „eher positive“ Beschäftigungswirkung. Kein Experte erwartet hier negative Wirkungen. Auch die Wissensintensivierung wird in der Mehrheit der Fälle gut geheißen, um Vollbeschäftigung in Deutschland zu erreichen.

Als essentiell für einen dauerhaft hohen Beschäftigungsstand in Deutschland wird von den befragten Experten vor allem die verstärkte Qualifizierung der Gruppen mit unterdurchschnittlicher Erwerbstätigkeit angesehen. Dazu gehören beispielsweise Geringqualifizierte, Ältere, Migranten und Behinderte. Fast jeder zweite Befragte erachtet dies sogar als eine sehr relevante Bedingung. Daneben sorgen laut den Experten ein ausreichend hoher Lohnabstand sowie der Ausbau flexibler Beschäftigungsverhältnisse für eine dauerhaft hohe Erwerbstätigkeit in Deutschland. Jeweils gut zwei Drittel bewerten diese Bedingungen als „wesentlich“ oder „sehr wesentlich“.

Für das Expertenvotum der IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, haben 75 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten zwischen dem 22. März 2011 und dem 5. April an einer Online-Befragung teilgenommen.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check April 2011

 

INSM-WiWo-Deutschland-Check April 2011

INSM-WiWo-Deutschland-Check: vier Punkte

 

INSM-WiWo-Deutschland-Check April 2011
INSM-WiWo-Deutschland-Check April 2011

Presseinformation zum 14. INSM-WiWo-Deutschland-Check März 2011

Umfrage: Auch Arbeitnehmer spüren Fachkräftemangel – ältere Arbeitnehmer gewinnen an Bedeutung

Berlin – Angesichts des drohenden Fachkräftemangels gewinnen ältere Arbeitnehmer immer mehr an Bedeutung. Das ergibt eine repräsentative Arbeitnehmer-Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Wirtschaftswoche. Ein Drittel der befragten Arbeitnehmer gab an, die Wertschätzung der älteren Beschäftigten im Unternehmen sei in den vergangenen drei Jahren gestiegen. Eine Zunahme der Wertschätzung der Älteren konstatieren vor allem jene Arbeitnehmer, die in ihrem Unternehmen schon heute einen Mangel an Fachkräften verspüren.

Der Fachkräftemangel wird von der Mehrheit der Arbeitnehmer als Problem wahrgenommen. 78 Prozent realisieren, dass qualifiziertes Personal knapp ist oder künftig werden wird. 43 Prozent geben an, im eigenen Unternehmen direkt von einem Engpass betroffen zu sein. Die Hälfte der Befragten hingegen verspürt noch keine Knappheit an Fachpersonal im eigenen Unternehmen.

Die Arbeitgeber haben sich offensichtlich bereits auf den Fachkräftemangel eingestellt und bieten attraktive Maßnahmen an, um ihr Personal halten zu können. Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, auf flexible Arbeitszeitmodelle zurückzugreifen. Ungefähr genauso viele erhalten von ihrem Arbeitgeber regelmäßig attraktive Weiterbildungsangebote. Insbesondere Arbeitnehmer, deren Betriebe unter Fachkräftemangel leiden, erhalten Angebote zur Weiterbildung. „Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte eröffnet Chancen für alle Beschäftigten: Ältere, Junge, Frauen und Migranten“, so Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM.

Die Bereitschaft, künftig mehr in lebenslanges Lernen zu investieren, ist bei Arbeitnehmern unter 50 Jahren deutlich höher als bei ihren älteren Kollegen. Insbesondere in der Altersgruppe der 25- bis 34jährigen ist der Wissensdrang stark ausgeprägt. „Die Wirtschaft baut immer mehr auf ältere Arbeitnehmer, um dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen. Die älteren Arbeitnehmer sind jedoch auch gefordert, ihren Beitrag durch Fort- und Weiterbildung zu leisten“, so Pellengahr.

Im Rahmen des IW-Arbeitnehmervotums wurden 1.000 Arbeitnehmer zwischen dem 24. Februar und 1. März online befragt. Die Stichprobe der Arbeitnehmer zwischen 16 und 65 Jahren ist repräsentativ für Deutschland und nach Schulbildung, Geschlecht und Altersgruppen geschichtet. Arbeitnehmer ohne Schulbildung sind nicht berücksichtigt.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check März 2011

INSM-WiWo-Deutschland-Check März 2011

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INSM-WiWo-Deutschland-Check März 2011

 


 

 

 

Presseinformation zum 13. INSM-WiWo-Deutschland-Check Februar 2011

Umfrage: Bürokratieabbau erreicht Wirtschaft nicht

Unternehmen fordern schnelle Umsetzung der Steuervereinfachungsreform

Berlin - Das Regierungsprogramm „Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung“ hat bislang in den Unternehmen noch zu keinen erheblichen Entlastungen geführt. Das ergab eine repräsentative Unternehmensbefragung der IW-Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. Befragt wurden 760 Unternehmen aus der Industrie sowie industrienahen Dienstleistungen.

Zwei Drittel der befragten Unternehmen konnten demnach bisher noch nichts von einer bürokratischen Entlastung durch das Regierungsprogramm feststellen. Im Gegenteil, ein Drittel gab an, dass die neuen Regelungen zu mehr Aufwand und zusätzlichen Belastungen geführt hätten.

Tatsächlich verspürt kaum ein Unternehmen bürokratische Entlastungen. Am häufigsten berichten noch Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes von merklichen Verbesserungen, wobei es sich hier nur um zwei Prozent der Befragten handelt. „Die Umfrage zeigt: Von Bürokratieabbau ist bei den Unternehmen noch nichts zu spüren. Im Gegenteil, viele Unternehmen klagen über Mehrbelastungen. Die Bürokratie-Hydra ist längst nicht erlegt“, erklärt INSM Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Selbsterklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2011 die Kostenbelastung der Wirtschaft durch Informationspflichten um 25 Prozent gegenüber 2006 zu reduzieren.

Lediglich geringe bürokratische Erleichterungen erwarten Industrie und Dienstleister vom „Steuervereinfachungsgesetz 2011“. Der Gesetzentwurf wurde Anfang Februar 2011 im Kabinett beschlossen. Zwei Drittel der befragten Unternehmen wünschen sich dennoch eine schnellstmögliche Durchführung der Steuervereinfachungsreform.

Die Unternehmen glauben, dass sie vor allem von den vereinfachten Nachweispflichten bei der elektronischen Kommunikation mit dem Finanzamt profitieren werden. Mehr als die Hälfte betrachtet diese Maßnahme positiv, wenn auch nur als unwesentliche Hilfe. 27 Prozent rechnen dagegen nicht mit einer Entlastung. Positiv bewertet wird auch der Plan, die Anforderungen an die elektronische Rechnungslegung für Belange der Umsatzsteuer zu erleichtern. Über 40 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass sich dadurch der bürokratische Aufwand zumindest geringfügig vermindern wird, während knapp 30 Prozent dies nicht glaubt. 12 Prozent gehen dagegen sogar von einer Mehrbelastung aus.

Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check Februar 2011.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check: Umfrage: Konjunkturkurven
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Umfrage
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Umfrage

INSM-WiWo-Deutschland-Check: Umfrage
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Umfrage
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Umfrage





Presseinformation zum 12. INSM-WiWo-Deutschland-Check Januar 2011

Umfrage: Freizügigkeit schafft Wachstum

Berlin – Die Öffnung des Arbeitsmarktes für osteuropäische Arbeitskräfte zum 1. Mai wird sich positiv auf die deutsche Wirtschaft auswirken. Diese Erwartung äußerten rund 90 Prozent der deutschen Ökonomen, die in einer Experten-Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Wirtschaftswoche befragt wurden. Fast 70 Prozent der Experten glauben, dass die kommende Freizügigkeit die Rekrutierung von Fachkräften für die Unternehmen erleichtern wird. 26 Prozent hingegen glauben dies nicht.

Knapp drei Zehntel der Ökonomen erwarten eine erheblich steigende Zuwanderung aus den EU Beitrittsländern aufgrund der Freizügigkeit. Über zwei Drittel rechnen hingegen mit moderaten Zuwanderungszahlen. Die Hälfte der Wissenschaftler rechnet damit, dass überwiegend Geringqualifizierte einwandern. 30 Prozent der Befragten erwarten eine verstärkte Zuwanderung von Fachkräften mit einer Berufsausbildung, und 19 Prozent der Experten gehen von einem hohen Zuzug von Akademikern aus.

„Deutschland benötigt vor allem hochqualifizierte Zuwanderer, um den Bedarf an Fachkräften zu decken. Die Bundesregierung muss deswegen weiter die verbleibenden Zuwanderungshürden abbauen“, erklärt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.

Rund ein Drittel der Wirtschaftswissenschaftler verlangt konkrete Maßnahmen von der Bundesregierung, um mehr Fachkräfte im Rahmen der Freizügigkeit nach Deutschland zu locken. Unter anderem fordern sie eine schnellere und transparentere Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen, den Abbau von bürokratischen Hemmnissen und gezieltere Anwerbungsmöglichkeiten von Fachkräften. Aus wissenschaftlicher Sicht steht die Mehrheit der Experten der Einführung eines Mindestlohns in der Zeitarbeitsbranche im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktöffnung kritisch gegenüber. Ein Drittel befürwortet dies.

Drei Viertel der Professoren fordern zusätzlich eine erleichterte Zuwanderung auch für Fachkräfte aus dem nicht EU-Ausland. Daneben erachten 57 Prozent der Experten eine Senkung der Mindestverdienstgrenze für Zuwanderer aller Berufsgruppen für sinnvoll.

Für das Expertenvotum der IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, haben 84 Professoren für  Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten zwischen dem 14. Dezember 2010 und dem 3. Januar 2011 an einer Online Befragung teilgenommen.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert.

Mehr Informationen unter www.deutschland-check.de.

Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check Dezember 2010.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check: Das Ökonomen-Panel
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Das Ökonomen-Panel
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Das Ökonomen-Panel

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INSM-WiWo-Deutschland-Check: Das Ökonomen-Panel

INSM-WiWo-Deutschland-Check: Das Ökonomen-Panel
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Das Ökonomen-Panel
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Das Ökonomen-Panel

INSM-WiWo-Deutschland-Check: Konjunkturindex
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Januar 2011
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Jahresrückblick 2010



Presseinformation zum 11. INSM-WiWo-Deutschland-Check Dezember 2010

Aufschwung kommt langsam bei Arbeitnehmern an

Berlin/Köln - Laut einer repräsentativen Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Wirtschaftswoche hat sich bei knapp einem Drittel der Arbeitnehmer bereits jetzt die gute konjunkturelle Entwicklung positiv auf die eigene wirtschaftliche Situation ausgewirkt. Vor allem bei jungen Arbeitnehmern machte sich laut der Umfrage die gute Konjunktur wirtschaftlich bemerkbar. So gab fast die Hälfte der jüngsten Altersgruppe (16-24 Jahre) an vom Aufschwung profitiert zu haben. In der Altersgruppe der 50 bis 65-Jährigen sind es dagegen nur 22 Prozent. 67 Prozent aller Befragten gaben an, der Aufschwung sei bei Ihnen noch nicht bzw. eher noch nicht spürbar.

Die Erwartungen der Arbeitnehmerschaft in den kommenden Monaten vom Aufschwung zu profitieren, fallen dagegen optimistischer aus. Elf Prozent gehen eindeutig davon aus, dass sie in den kommenden Monaten am Aufschwung teilhaben werden. Drei von zehn Befragten erwarten dies tendenziell. "Obwohl der Wirtschaftseinbruch des vergangenen Jahres noch nicht ganz aufgeholt ist, hat sich die wirtschaftliche Situation bei etwa einem Drittel der Arbeitnehmer schon heute verbessert", sagte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.

Die Arbeitnehmer wurden auch darüber befragt, ob sie in diesem und im letzten Jahr von ihrem Arbeitgeber zu einer Weihnachtsfeier eingeladen wurden. Die Mehrheit (62 Prozent) gab an von ihrem Arbeitgeber in diesem Jahr zu einer Weihnachtsfeier eingeladen worden zu sein. Im Jahr 2009 war der Anteil mit 65 Prozent sogar noch etwas höher. "Das zeigt: Besonders während der Krise dankten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern für ihr Engagement, gerade weil viele Arbeitnehmer auch finanzielle Einbußen hinnehmen mussten", so Pellengahr.

Im Rahmen des IW-Arbeitnehmervotums wurden 1.000 Arbeitnehmer zwischen dem 22. und 29. November 2010 online befragt. Die Stichprobe der Arbeitnehmer zwischen 16 und 65 Jahren ist repräsentativ für Deutschland nach Schulbildung, Geschlecht und Altersgruppen geschichtet. Nicht berücksichtigt wurden hier Arbeitnehmer ohne Schulbildung.

Mehr Informationen im Internet unter http://www.deutschland-check.de

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert.

Mehr Informationen unter www.deutschland-check.de.

Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check November 2010.
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INSM-WiWo-Deutschland-Check. Arbeitnehmer-Votum
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Arbeitnehmer-Votum

INSM-WiWo-Deutschland-Check: Arbeitnehmer-Votum

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INSM-WiWo-Deutschland-Check: Arbeitnehmer-Votum
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INSM-WiWo-Deutschland-Check. Arbeitnehmer-Votum
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INSM-WiWo-Deutschland-Check: Arbeitnehmer-Votum
INSM-WiWo-Deutschland-Check. Arbeitnehmer-Votum


Presseinformation zum 10. INSM-WiWo-Deutschland-Check November 2010

Wirtschaft fordert bessere Förderung von Migranten

Deutschkurse sind für Unternehmen die wichtigste Fördermaßnahme

Berlin/Köln – Die deutsche Wirtschaft bemängelt Versäumnisse bei der Integration von Beschäftigten mit Migrationshintergrund. Das ergab eine repräsentative Unternehmensbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. Befragt wurden 746 Unternehmen der Industrie und industrienaher Dienstleistungen.

Zwei Drittel der Unternehmen sind der Ansicht, die Politik habe eine bessere Integration von Migranten bisher versäumt. Aber auch bei den Migranten vermisst rund die Hälfte der Unternehmen den nötigen Beitrag zu ihrer Integration. 22 Prozent der Unternehmen sind außerdem der Meinung, dass es auch in der Wirtschaft selbst Versäumnisse bei der Integration gegeben hat.

Die Maßnahmen zur Integrationsförderung werden von der deutschen Wirtschaft sehr unterschiedlich bewertet. Kurse zur Vermittlung grundlegender Deutschkenntnisse werden von drei Vierteln der befragten Unternehmen als die sinnvollste Integrationshilfe angesehen, gefolgt von berufsbezogenen Sprachkursen. Ebenfalls von einer Mehrheit der Unternehmen wird gefordert, die gesellschaftliche Teilhabe von Jugendlichen zum Beispiel in Vereinen zu unterstützen. 40 Prozent der Unternehmen wünschen sich eine zügige Anerkennung ausländischer  Berufabschlüsse. Ein knappes Drittel spricht sich außerdem dafür aus, mehr Lehrer mit Migrationshintergrund zu gewinnen. Eine Stärkung von Migrantenorganisationen als Akteure der Integrationsförderung halten nur rund 15 Prozent der Unternehmen für Sinnvoll.

Nach eigenen Angaben beschäftigen die Hälfte der Industrieunternehmen und 38  Prozent der Dienstleister schon jetzt Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. Unter den Großunternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz kommt schon heute fast keines mehr ohne solche Mitarbeiter aus. Die Arbeitsleistung der Migranten wird von 70 Prozent als gleich gut wie die von Beschäftigten ohne Migrationshintergrund bewertet, knapp 5 Prozent sehen bei ihnen sogar „deutlich bessere“ Leistungen, während rund 3 Prozent der befragten Unternehmen die Leistung der Migranten als „deutlich schlechter“ beurteilen.

Mehr Informationen unter www.deutschland-check.de.

Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check November 2010.
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INSM-WiWo-Deutschland-Check: Arbeitsmarkt- und Wachstums-Index
INSM-WiWo-Deutschland-Check November 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Unternehmens-Umfrage
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Unternehmens-Umfrage
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Unternehmens-Umfrage
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Unternehmens-Umfrage
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Unternehmens-Umfrage
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Unternehmens-Umfrage


Presseinformation zum 9. INSM-WiWo-Deutschland-Check Oktober 2010

Umfrage: Ökonomen raten zur Rente mit 67 - Haushaltskonsolidierung geht Experten nicht weit genug

Berlin/Köln – Eine Mehrheit der deutschen Professoren für Wirtschaftswissenschaften rät der Bundesregierung, an der Rente mit 67 festzuhalten. Das ergab eine Experten-Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. 58 Prozent der Ökonomen sprechen sich für die Verlängerung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre aus. Knapp zwei Fünftel der Wirtschaftswissenschaftler halten sogar eine weitere Anhebung über 67 Jahre hinaus für wirtschaftspolitisch sinnvoll. Lediglich zwei von insgesamt 88 Experten befürworten eine Rückkehr zur Rente mit 65 Jahren.

Kritischer sehen die Wirtschaftsprofessoren die Regierungspläne zur Konsolidierung des Bundeshaushalts. Für knapp die Hälfte der befragten Ökonomen gehen sie nicht weit genug. Rund 48 Prozent der Professoren bewerten die geplante Nettoneuverschuldung als tendenziell zu hoch, weitere 43 Prozent sehen sie als angemessen an. Nur rund 8 Prozent der Wissenschaftler sind der Ansicht, dass der Bund eine höhere Verschuldung in Kauf nehmen sollte. Der Finanzplan des Bundes sieht vor, die Neuverschuldung bis zu einer Obergrenze von 24,1 Milliarden Euro im Jahr 2014 schrittweise abzubauen. „Das Expertenvotum bestätigt, dass der Weg zu gesunden Staatsfinanzen mit dem Sparpaket noch nicht zu Ende ist, sondern dass die Regierung konsequent weiter sparen muss“, erklärt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.

Die große Mehrheit der Professoren hält die Entscheidung der Bundesregierung für richtig, den Rechtsanspruch bedürftiger Kinder auf Bildungsförderung mit Sachleistungen an Stelle von Geldzahlungen zu decken. Das zukünftige Basisgeld und das Bildungspaket sollen eine Lern- und Lernmittelförderung, die Kostenübernahme eintägiger Ausflüge, einen Zuschuss zum Mittagessen und die Förderung sozialer Aktivitäten beinhalten. Sieben von zehn Experten halten dieses Vorgehen für richtig, nur jeder zehnte Ökonom übt daran Kritik.

Für das Expertenvotum der IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, haben 88 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten zwischen dem 22. September und 01. Oktober 2010 an einer Online-Befragung teilgenommen.

Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check Oktober 2010.
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INSM-WiWo-Deutschland-Check: Expertenvotum Oktober 2010: IW-Konjunkturindex
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Expertenvotum Oktober 2010: IW-Einzelindikatoren
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Expertenvotum Oktober 2010: Expertenvotum

INSM-WiWo-Deutschland-Check: Expertenvotum
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Expertenvotum Oktober 2010: Expertenvotum
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Expertenvotum

INSM-WiWo-Deutschland-Check: Expertenvotum Oktober 2010: Expertenvotum







Presseinformation zum 8. INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2010

Arbeitnehmer sehen ihre Jobs gesichert –
Beschäftigte loben fairen Umgang im Krisenmanagement

Berlin/Köln - Die Arbeitnehmer in Deutschland halten ihre Jobs mehrheitlich wieder für sicherer als noch vor einem Jahr. Das ergab eine repräsentative Umfrage von IW Consult (Köln) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der Zeitschrift WirtschaftsWoche. Dabei gaben rund 80 Prozent der Beschäftigten an, ihr Arbeitgeber sei von der Wirtschaftskrise betroffen gewesen. Knapp drei Viertel von ihnen fühlten sich beim Krisenmanagement in den Unternehmen prinzipiell fair behandelt.

Ein Viertel der Arbeitnehmerschaft ist laut Umfrage der Meinung, dass der eigene Arbeitsplatz derzeit „außerordentlich sicher“ ist. Weitere 40 Prozent der Befragten halten ihr Arbeitsverhältnis für „ziemlich gesichert“, 20 Prozent  für „eher sicher“. Nur 14 Prozent der Beschäftigten verspüren demnach eine Unsicherheit ihres Jobs. Nach der Wirtschaftskrise sehen 27 Prozent der Arbeitnehmer die Jobsicherheit verbessert, 14 Prozent dagegen als verschlechtert. Fast 60 Prozent geben an, dass die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes im Vergleich zur Situation vor einem Jahr unverändert geblieben ist.

Knapp 80 Prozent der befragten Arbeitnehmer sind nach eigenen Angaben in Unternehmen beschäftigt, die von der Wirtschaftskrise  betroffen waren. Rund 70 Prozent von ihnen beurteilen die Personalpolitik ihres Arbeitgebers in der Krise als fair oder eher fair. Zwei Fünftel der Befragten geben an, dass sie persönlich von der Krise betroffen gewesen sind, zum Beispiel in Form finanzieller Einbußen. Von ihnen beurteilen immerhin noch 50 Prozent das Krisenmanagement ihres Arbeitgebers als grundsätzlich fair. Von Kurzarbeit betroffene Arbeitnehmer sehen sich sogar zu 68 Prozent als grundsätzlich fair behandelt, nur 7 Prozent von ihnen überhaupt nicht. Als eindeutig unfair behandelt bezeichnen sich dagegen 23 Prozent derjenigen Arbeitnehmer, die durch die Krise Einkommenseinbußen bei gleicher Arbeitszeit hinnehmen mussten.

„Die Umfrage belegt, dass das Vertrauen der Beschäftigten in ihre Arbeitgeber während der Wirtschaftskrise eher noch gewachsen ist“, erklärt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr: „Grund dafür ist ein umsichtiges Krisenmanagement der meisten Unternehmen, die zum Beispiel durch maßvollen Einsatz von Kurzarbeit viele gefährdete Arbeitsplätze erhalten konnten.“
 
Für die Umfrage wurden 1.000 Arbeitnehmer und 80 Arbeitslose zwischen dem 23. August und 31. August 2010 online befragt. Die Stichprobe der Arbeitnehmer zwischen 16 und 65 Jahren ist repräsentativ für Deutschland nach Schulbildung, Geschlecht und Altersgruppen geschichtet.

Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check September  2010.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2010

INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2010

INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2010







Presseinformation zum 8. INSM-WiWo-Deutschland-Check September 2010







Presseinformation zum 7. INSM-WiWo-Deutschland-Check August 2010

Umfrage: Wirtschaft rechnet mit steigenden Kosten für Krankenversicherung

Berlin - Die deutsche Wirtschaft hat kein Vertrauen in die Gesundheitsreform. Die Unternehmen glauben mehrheitlich nicht daran, dass die geplante Festsetzung des Arbeitgeberanteils in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) langfristig Bestand haben wird. Das ergab eine repräsentative Umfrage der IW Consult (Köln) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Zeitschrift WirtschaftsWoche.

Eine große Mehrheit von rund 80 Prozent der 750 befragten Unternehmen rechnet damit, dass die geplante Festschreibung des Arbeitgeberanteils auf 7,3 Prozent allenfalls bis zum Ende der Legislaturperiode gelten wird. Knapp die Hälfte (44 Prozent) der Unternehmen erwartet sogar, dass diese Regelung schon innerhalb eines Jahres keinen Bestand mehr haben kann.

Außerdem befürchtet die Mehrzahl der Unternehmen steigende Bürokratiekosten durch die Gesundheitsreform. Der Grund: Sowohl die Erhebung der geplanten Zusatzprämien der Versicherten als auch der geplante Sozialausgleich für Geringverdiener sollen im Rahmen der Lohnabrechnung durch den Arbeitgeber erfolgen. Rund 80 Prozent der befragten Unternehmen rechnen daher mit höheren, jedes fünfte Unternehmen sogar mit deutlich höheren Bürokratiekosten. Auf die konkrete Personalpolitik der Unternehmen haben die Reformpläne laut Umfrage kaum Einfluss. Dennoch gibt immerhin rund ein Viertel der Befragten an, die Gesundheitsreform werde sich negativ auf die Beschäftigung und die Einstellungspläne auswirken. Positive Effekte sieht dagegen kaum ein Unternehmen.

"Das Gesundheitssystem krankt nicht an mangelnden Einnahmen, sondern an seinen zu hohen Kosten. Das beste Heilmittel gegen immer weiter steigende Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist mehr Preiswettbewerb unter den Leistungsanbietern", sagt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr: "Die Umfrage zeigt, dass die deutsche Wirtschaft kein Vertrauen in eine stabile Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung hat, so lange die Kosten erkennbar weiter steigen."

An der Befragung nahmen 750 Unternehmen aus der Industrie sowie den industrienahen Dienstleistungen (Großhandel, Verkehr, Nachrichten, unternehmensnahe Dienstleistungen) teil.


Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check Juli  2010.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check August 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check August 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check August 2010

INSM-WiWo-Deutschland-Check August 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check August 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check August 2010









Presseinformation zum 6. INSM-WiWo-Deutschland-Check Juli 2010

Ökonomen bezweifeln Machbarkeit des Sparpakets

10. Juli 2010, Berlin – Deutsche Ökonomieprofessoren haben sich in einer Umfrage dafür ausgesprochen, dass der Bundeshaushalt stärker durch Ausgabenkürzungen als durch eine Erhöhung der Einnahmen konsolidiert werden sollte. Zugleich zweifeln viele Wissenschaftler daran, dass das Sparpaket der Bundesregierung wie geplant umgesetzt werden kann.

Im Ergebnis einer Befragung von 87 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Hochschulen im Auftrag  der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche bewerten zwei Drittel der Ökonomen das Sparpaket als geeignet, um die Anforderungen der „Schuldenbremse“ zu erfüllen.  Ein Drittel hält die beschlossenen Maßnahmen für eher ungeeignet. Insgesamt empfehlen die Wissenschaftler, dass Ausgabenkürzungen einen Beitrag von 69 Prozent und Einnahmeerhöhungen einen Beitrag von 31 Prozent zur Haushaltskonsolidierung leisten sollten. Das liegt nahe an der tatsächlich geplanten Balance des Sparpakets.

Die Mehrzahl der Wissenschaftler äußert jedoch Zweifel an der Umsetzbarkeit einzelner Sparmaßnahmen. So halten 68 Prozent der Ökonomen eine Finanzmarktabgabe für eher nicht realistisch, 51 Prozent zweifeln an der geplanten Effizienzverbesserung in der Arbeitsvermittlung. In den Bereichen Subventionsabbau und Beteiligung von Unternehmen an der Haushaltskonsolidierung schätzen die Experten die geplanten Maßnahmen wie Abschaffung von Energiesteuer-Vergünstigungen, Erhebung einer Brennelemente-Steuer oder Abführung der Bahn-Dividende an den Bund mehrheitlich als machbar ein. Auch die Begrenzung des Elterngeldes betrachtet eine große Mehrheit von 72  Prozent der befragten Ökonomen als eher unproblematisch.

Die überwiegende Mehrheit der Experten sieht Erweiterungsbedarf für das Sparpaket  vor allem beim Abbau von Subventionen. Sechs von zehn Wirtschaftsprofessoren sprechen sich für den Abbau von Finanzhilfen und für eine weitgehende Streichung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes aus. Bei Steuererhöhungen halten sich Befürworter und ablehnende Stimmen die Waage, so in der Frage einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes oder einer Erhöhung der Erbschaftssteuer. Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer lehnen 45 Prozent der Ökonomen eindeutig ab, weitere 21 Prozent halten diese Idee für eher ungeeignet.

Das IW-Expertenvotum befragt vier Mal im Jahr Ökonomen als Experten zur aktuellen Politik. Angeschrieben werden hierfür 250 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten. Konzipiert wird die Kurzbefragung von der IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Diese Befragungsrunde konzentrierte sich mit vier Fragen auf die Bewertung des Sparpaketes der Bundesregierung. Die Experten wurden zwischen dem 18. Juni und 30. Juni 2010 online befragt. Teilgenommen haben an der Befragung insgesamt 87 Experten.


Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check Juli  2010.

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juli_grafik_kurve_kl.png INSM-WiWo-Deutschland-Check: Einzelindikatoren Juli 2010 INSM-WiWo-Deutschland-Check: Experten-Panel 1  
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Experten-Panel 2 INSM-WiWo-Deutschland-Check: Experten-Panel 3 juli_torte_kl.png  
       
       

 

 

Presseinformation zum 5. INSM-WiWo-Deutschland-Check Juni 2010

Deutsche sind zum Sparen bereit

Die Arbeitnehmer in Deutschland befürworten einen Abbau der Staatsverschuldung mehrheitlich auch dann, wenn sie selbst auf staatliche Leistungen verzichten müssten.


12.06.2010, Berlin – Laut einer repräsentativen Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche sprechen sich vier Fünftel der Arbeitnehmer dafür aus, dass die Bundesregierung Ausgaben kürzen sollte, um die Staatsschulden abzubauen. 12 Prozent der Befragten lehnen Einsparungen ab.

Unter den Befürwortern des Sparkurses würden sechs von zehn Arbeitnehmern die Ausgabenkürzungen auch dann unterstützen, wenn sie selbst dadurch auf staatliche Leistungen verzichten müssten. Gut ein Viertel (27 Prozent) ist dagegen nicht bereit, im Zuge der Haushaltskonsolidierung auf staatliche Leistungen zu verzichten. 14 Prozent der Befragten wollen oder können dies nicht beurteilen. “Die Bürger wissen, dass hohe Staatsschulden unweigerlich die Steuer- und Beitragszahler belasten. Gesunde Finanzen geben dem Staat dagegen den nötigen Freiraum zur Entlastung der Erwerbstätigen. Sie siend außerdem der Garant für eine stabile Währung und niedrige Inflation“, sagt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.  

Die Angst vor Inflation und dem Verlust von Ersparnissen durch Geldentwertung ist unter deutschen Arbeitnehmern weit verbreitet. Demnach hat jeder zweite Arbeitnehmer derzeit Inflationsangst. Etwa jeder zehnte Befragte gibt sogar an, „außerordentlich“ Angst vor Inflation zu haben. Demgegenüber haben gut zwei Fünftel der Arbeitnehmer weniger und 7 Prozent gar keine Angst vor Geldentwertung. Noch detlicher als die aktuelle Inflationsangst zeigt sich die Befürchtung der Arbeitnehmer, dass ihre Ersparnisse in Zukunft weniger Wert sein könnten. Insgesamt sorgen sich knapp zwei Drittel der Arbeitnehmerschaft um eine zukünftige Entwertung ihrer Ersparnisse. Knapp ein Viertel der Arbeitnehmer gibt hingegen an, eher keinen Wertverlust zu befürchten. Nur wenige Arbeitnehmer (6 Prozent) sorgen sich gar nicht, dass ihre Ersparnisse in Zukunft durch Inflation weniger wert sein könnten.

Im Rahmen des IW-Arbeitnehmervotums wurden 1.000 Arbeitnehmerdurch die IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, zwischen dem 25. Mai und 01. Juni 2010 online befragt. Die Stichprobe der Arbeitnehmer zwischen 16 und 65 Jahren ist repräsentativ für Deutschland nach Schulbildung, Geschlecht und Altersgruppen geschichtet. Nicht berücksichtigt wurden Arbeitnehmer ohne Schulbildung.


Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check Juni  2010.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check: Inflationsängste Juni 2010 INSM-WiWo-Deutschland-Check: Arbeitnehmerumfrage Juni 2010 INSM-WiWo-Deutschland-Check: Umfrage zu Ausgabenkürzungen Juni   2010  
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Umfrage zu Verzicht auf staatliche     Leistungen Juni 2010 INSM-WiWo-Deutschland-Check: Arbeitnehmer-Umfrage Juni 2010 INSM-WiWo-Deutschland-Check: Arbeitnehmer-Umfrage Juni 2010  
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Arbeitnehmer-Umfrage Juni 2010 INSM-WiWo-Deutschland-Check: Arbeitnehmer-Umfrage Juni 2010    
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Arbeitsmarkt- und Wachstumsindex Juni      2010 INSM-WiWo-Deutschland-Check: Einzelindikatoren Juni 2010    

Presseinformation zum 4. INSM-WiWo-Deutschland-Check Mai 2010

Keine Staatskohle für Vulkanasche

Wirtschaft lehnt Schadenersatz für Flugverbote ab


15.05.2010, Berlin – Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull kehrt zurück und führt erneut zu Behinderungen des Luftverkehrs über Europa. Von den Flugverboten nach dem Vulkanausbruch im April war etwa die Hälfte der Unternehmen in Deutschland betroffen, wie eine Umfrage der IW Consult GmbH im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche ergab. Trotzdem hält kaum ein Unternehmen staatlichen Schadenersatz für die wirtschaftlichen Folgen der Luftraumsperrung für sinnvoll.

Lediglich 3 Prozent der befragten Unternehmen sprechen sich dafür aus, dass der Staat im Fall einer erneuten „Vulkankrise“ Schadenersatz leisten sollte. Auch eine Pflichtversicherung für Naturgefahren hält nur eine Minderheit von 10 Prozent der Betriebe für sinnvoll. Dagegen spricht sich mehr als jedes zweite Unternehmen für eine Lockerung von Nachtflugverboten und Wochenendfahrverbote für LKW in einer solchen Situation aus. „Den Unternehmen ist ein unbürokratisches Krisenmanagement wichtiger als eine finanzielle Subvention“, sagt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. „Damit liefert die Vulkanaschewolke ein gutes Beispiel dafür, wie der Staat die Wirtschaft im Bedarfsfall unterstützen kann, ohne Geld auszugeben. Auch das ist ein wichtiger Beitrag zur dringend nötigen Konsolidierung des Bundeshaushalts“, so Pellengahr weiter.

Bisher hat die Aschewolke nur wenig wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Große Unternehmen haben sie allerdings deutlich stärker zu spüren bekommen als kleinere Betriebe: Mehr als zwei Drittel der Betriebe mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz mussten deswegen Geschäftsreisen absagen, bei 40 Prozent dieser Unternehmen führte sie zum Ausfall von Konferenzen oder Messen, jeweils knapp ein Viertel der Großunternehmen musste Verzögerungen bei Zulieferungen oder Auslieferungen hinnehmen. Lediglich 17 Prozent von ihnen gaben an, dass der Vorfall keine Auswirkungen auf ihr Unternehmen hatte.

Ende April 2010 wurden 735 Unternehmen der Industrie und industrienahen Dienstleistungen durch die IW Consult GmbH befragt. Damit ist die Befragung bezogen auf die Anzahl der Unternehmen repräsentativ für einen Großteil der deutschen Wirtschaft.


Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check Mai 2010.

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INSM-WiWo-Deutschland-Check: Konjunkturkurve Mai 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Unternehmensumfrage Mai 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Einzelindikatoren Mai 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Unternehmensumfrage Mai 2010

INSM-WiWo-Deutschland-Check: Unternehmensumfrage Mai 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Unternehmensumfrage Mai 2010
INSM-WiWo-Deutschland-Check: Unternehmensumfrage Mai 2010
 
 

Presseinformation zum 3. INSM-WiWo-Deutschland-Check April 2010

Ökonomen befürworten Euro-Ausstiegsklausel für Schuldenstaaten

Breite Ablehnung für Europäischen Währungsfonds


17.04.2010, Köln / Düsseldorf. Deutschlands Ökonomen befürworten mehrheitlich eine Euro-Ausstiegsklausel für hoch verschuldete Mitgliedsstaaten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von 91 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. 70 der befragten Experten halten eine Ausstiegsklausel für Länder, die nachhaltig die Euro-Stabilitätskriterien verletzen, für sinnvoll, nur 17 sind dagegen.

Um die Stabilität des Euro langfristig zu gewährleisten, halten die Ökonomen vor allem konsequente Sanktionen bei einer Verletzung der Maastricht-Kriterien für das geeignete Mittel. 75 Wirtschaftswissenschaftler stimmen dem zu, 16 halten dies nicht für sinnvoll. Für 63 Experten ist außerdem die Einhaltung der so genannten No-Bailout-Klausel, nach der ein Euro-Staat nicht für die Schulden anderer Teilnehmerländer aufkommen muss, ein geeignetes Mittel für eine stabile Gemeinschaftswährung.  47 der befragten Wirtschaftsprofessoren und damit eine knappe Mehrheit sprechen sich für eine stärkere Einbindung des Internationalen Währungsfonds (IWF)  bei Stabilisierungsmaßnahmen in Defizit-Ländern aus.

Die Bildung eines Europäischen Währungsfonds lehnen die Ökonomen dagegen mit großer Mehrheit ab. Nur 25 der Lehrstuhlinhaber halten dies für eine geeignete Maßnahme, um die Stabilität des Euro langfristig zu sichern, 64 stimmen dem nicht zu. Noch weniger Zuspruch erhält die Idee einer Europäischen Wirtschaftsregierung, für die sich nur 10 Ökonomen aussprechen. Die übrigen 80 Experten halten ein solches Gremium für ungeeignet.

Im Rahmen des Deutschland-Check im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der WirtschaftsWoche haben 91 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten zwischen dem 18. und 31. März an der Befragung durch die IW Consult GmbH teilgenommen.

Hier finden Sie den ausführlichen Endbericht der von IW Köln und IW Consult im Auftrag von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM und WirtschaftsWoche durchgeführten Studie.

Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check März 2010.

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Presseinformation zum 2. INSM-WiWo-Deutschland-Check März 2010

Umfrage: Sicherer Job ist wichtiger als Lohnerhöhung

Deutschland-Check: 10 % sind sogar zu Einkommensverlusten bereit

13.02.2010, Köln / Düsseldorf. Für eine Jobgarantie sind mehr als 50 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland zu finanziellen Opfern bereit. In einer repräsentativen Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche unter 1.000 Arbeitnehmern waren 32,3 Prozent bereit zu einer Nullrunde, wenn dadurch ihr Arbeitsplatz für die nächsten zwölf Monate gesichert werden kann. Weitere 14,2 Prozent würden kürzer zu arbeiten und dabei Lohneinbußen hinnehmen. 10,3 Prozent würden sogar Lohnkürzungen bei gleicher Arbeitszeit hinnehmen. Nur knapp ein Fünftel der Arbeitnehmer (18 Prozent) ist nicht bereit, für eine Beschäftigungsgarantie einen Verzicht zu leisten.

Laut Umfrage sind jüngere Arbeitnehmer eher als ältere Beschäftigte bereit, kürzer zu treten und etwa bis zu 10 Prozent Einkommenseinbußen bei gleicher Arbeitszeit für eine Jobgarantie hinzunehmen. Auch sind vergleichsweise gut gebildete Arbeitnehmer mit Abitur oder Fachhochschulreife am ehesten zu einem Verzicht auf mehr Einkommen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bereit.

„Die Arbeitnehmer sind momentan weniger an höheren Löhnen als vielmehr an sicheren Jobs interessiert“, sagt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. „Damit bestätigt die Umfrage, was die jüngsten Tarifabschlüsse in Deutschland ergeben haben. Es war richtig, dass die Tarifpartner der Beschäftigungssicherung oberste Priorität eingeräumt haben“, so Pellengahr.

Maßnahmen zur Stützung des Arbeitsmarktes stehen im März im Mittelpunkt der Dauerstudie  „Deutschland-Check“, mit der INSM und WirtschaftsWoche monatlich die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung bewerten. Für den „Deutschland-Check“ hat das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln einen Index entwickelt, der die Entwicklung des Wirtschaftswachstums und das Arbeitsmarktes auf einen Blick abbildet.

Das aktuelle Update der Studie erscheint am Montag, 15. März 2010, in der neuen WIrtschaftsWoche. 

Hier finden Sie den ausführlichen Endbericht der von IW Köln und IW Consult im Auftrag von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM und WirtschaftsWoche durchgeführten Studie.

Hier finden Sie alle Infografiken aus dem INSM-WiWo-Deutschland-Check März 2010.

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Presseinformation zum 1. INSM-WiWo-Deutschland-Check Februar 2010

Umfrage: Wachstumsgesetz nützt der Wirtschaft nicht 

„Deutschland-Check“ bewertet die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung

13.02.2010, Köln / Düsseldorf. – Das „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ ist an der deutschen Wirtschaft bisher überwiegend wirkungslos vorbeigegangen. Wie eine Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ergab, sieht rund die Hälfte der Industrieunternehmen keine Impulse des zum 1. Januar 2010 in Kraft getretenen Gesetzes für ihr Geschäft.

Die Änderungen bei der Unternehmenssteuer wirken sich demnach lediglich bei 16 Prozent der 716 befragten Firmen spürbar positiv aus. Jedes zehnte Unternehmen kennt die in dem Gesetz enthaltenen Steuererleichterungen gar nicht, ergab die Umfrage, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt.

„Aus dem Gesetz zu Beschleunigung des Wirtschaftswachstum verdienen allein die Erleichterungen bei der Unternehmensbesteuerung überhaupt den Namen, sie machen aber weniger als 30 Prozent des Gesamtpakets aus“, sagt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. „Der überwiegende Teil des Entlastungspakets ist reine Sozialpolitik und hat mit Wachstumsimpulsen nichts zu tun“, so Pellengahr.

Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz steht im Mittelpunkt des ersten „Deutschland-Check“, mit dem Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche in Zukunft monatlich die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung bewerten.

Für den „Deutschland-Check“ hat das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln einen Index entwickelt, der die Entwicklung des Wirtschaftswachstums und das Arbeitsmarktes auf einen Blick abbildet. Außerdem nehmen die Wissenschaftler genau unter die Lupe, welche ökonomischen Auswirkungen die wichtigsten Gesetzesvorhaben der Bundesregierung haben. Aktuelle Umfragen zeigen, was Unternehmen, Experten und Bevölkerung davon halten. Der „Deutschland-Check“ wird monatlich in der WirtschaftsWoche veröffentlicht.

Internetnutzer können ihren eigenen „Deutschland-Check“ machen und selbst über die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung abstimmen. Alle Gesetze, Expertenurteile und Umfrageergebnisse sind unter www.deutschland-check.de online.

Hier finden Sie den ausführlichen Endbericht der von IW Köln und IW Consult im Auftrag von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM und WirtschaftsWoche durchgeführten Studie.

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IW-Konjunkturkurve INSM-WiWo-Deutschland-Check: Grafik 2

INSM-WiWo-Deutschland-Check: Grafik 3

INSM-WiWo-Deutschland-Check: Grafik 4